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Noch Fragen?

Frage Nummer 22596 coornelia

Erderwärmung und CO2 - Warum also Mineralwasser?

Die ganze Erde stürzt ja immer mehr in diese Erwärmung wegen Klima und so. Da frage ich mich schon, warum immer noch Mineralwasser mit irrsinnig viel Gas drin verkauft werden darf? Das geht ja alles aus den Flaschen raus und heizt auf.
Antworten (9)
hphersel
Die Frage haben sich schon andere gestellt.
Wahrscheinlich ist das wieder Lobbyarbeit - das CO2 der Getränkehersteller gilt dann als nicht so schädlich wie das CO2, das bei der Ölverbrennung entsteht oder so etwas.
Oder die Politiker haben bisher geschlafen. Und dann sollten wir sie weiterschlafen lassen...
Conny-Kalaschnikov
...boykottiert Wasser mit Sprudel - Das wäre mal ne Aufgabe für die Parkschützer bei Stuttgard 21
antwortomat
Hör einfach auf zu atmen.
Skorti
CO2 für Mineralwässer wird meist dort abgeschöpft, wo es ohnehin anfällt, bei Gärprozessen zum Beispiel. Es wird also dort den Umweg über die Flasche nur später in die Luft abgegeben und ist somit umweltneutral. CO2, das bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen anfällt, ist vor Abermillionen von Jahren durch Pflanzen aus der Luft gefiltert geworden und addiert sich zu dem jetzigen CO2 in der Luft.
hphersel
Wieso ist bei gärprozessen entstehendes CO2 klimaneutral? aber abgesehen davon - ich fand die Frage schon deswegen interessant, weil sie zeigt, wie vieles wir als selbstverständlich ansehen, ohne drüber nachzudenken - hier zum Beispiel das Gas im Mineralwasser. Solche Fragen machen richtig Spaß, helfen sie doch, den eigenen Horizont zu erweitern!!!
Und ich fand auch die Antwort von Skorti interessant. An solche Querverbindungen hatte ich einfach nicht gedacht...
Die Frage bleibt dann nur noch, was genau die Mineralwasserkonzerne gären lassen, um an das CO2 zu kommen. Ich vermute aber eher, dass sie das Gas irgendwo kaufen...
Skorti
@hphersel
1. habe ich dies nicht behauptet. Ich habe nur den Umweg über das Mineralwasser als umweltneutral bezeichnet. Das CO2 aus Gärprozessen, die ohnehin ablaufen, gelangt entweder direkt in die Luft, oder wird über den Umweg als Kohlensäure im Mineralwasser an die Luft abgegeben. Die Verwendung als Kohlensäure erhöht also den CO2-Anteil an der Luft nicht, sondern verzögert ihn.
2. Ist das bei der Gärung anfallende CO2 tatsächlich (so gut wie) umweltneutral. Soweit ich weis, entsteht bei der Gärung nur das an CO2, was beim Verrotten der Pflanzen oder bei der Verdauung in Mägen ohnehin anfallen würde. Dies entspricht ca. der Menge, die die Pflanze im Verlauf ihres kurzen Lebens aus der Luft gefiltert und in Stärke oder Zucker umgewandelt hat. Da die Planzen weiter angebaut werden und im Verlauf des nächsten Jahres wieder CO2 aus der Luft filtern, um es danach wieder freizugeben, ist dies ein Kreislauf, der den CO2-Anteil an der Luft nicht erhöht. Somit ist dies umweltneutral.
Gerdd
Um Himmel's Willen! Hatten die Engländer schon immer das bessere Konzept? Die haben ja fast kein CO2 in ihrem Bier.

Aber mal ehrlich: Wenn wir Kohle oder Öl verbrennen und so CO2 freisetzen, dann handelt es sich streng genommen auch um einen umweltneutralen Prozeß. Die Kohle oder der Kohlenwasserstoff sind ja auch letztlich irgendwann entstanden, indem CO2 getrennt wurde und der Sauerstoff frigesetzt wurde - durch die selbe Photosynthese, mit der Bäume heute Sauerstoff freisetzen und dabei wachsen - also Holz erzeugen. Wenn wir solches Holz - oder die daraus über die Zeit entstehende Kohle - verbrennen, fangen wir den vorher freigesetzten Sauerstoff nur wieder ein und erzeugen Kohlendioxid. So kehrt der Planet nur in den Zustand zurück, der vor Jahrmillionen völlig natürlich war.

(man kann in 1000 Zeichen wirklich nur die simpelsten Gedanken formulieren ...)
Gerdd
(man kann in 1000 Zeichen wirklich nur die simpelsten Gedanken formulieren ... deshalb gibt's den schluß erst hier:)

Im Grunde geht es ja garnicht darum, daß wir die Erde zerstören. Wir verändern sie nur derart, daß bestimmte klimatische und geografische Bedingungen sich verändern, an die wir uns so schön gewöhnt haben und in die wir investiert haben. Hier sollte die Diskussion ansetzen.
hphersel
Gut, dann vereinfachen wir mal weiter innerhalb der 1000-Zeichen-Grenze:
Alle Welt hat sich - zu Recht oder zu Unrecht - darauf eingeschossen, dass CO2 der große Killer ist. Den gilt es um JEDEN Preis zu vermeiden, alls was diesem Zwecke dient, ist automatisch gut bzw umweltfreundlich. Konkret sehen wir das bei den Energiesparlampen, die weniger Strom verbrauchen, dadurch CO2 einsparen und somit so umweltFREUNDLICH sind, dass sie in den Sondermüll müssen. Gnadenlos logisch! Aber Hauptsache: weniger CO2...