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Gebrauchtwagenhändler verkauft Auto mit Privatkaufvertrag

Hallo,
Mein Mann (Amerikaner, nicht so gutes Deutsch) hat im April ein Auto gekauft bei einem Gebrauchtwagen Händler. Von Anfang war was nicht in Ordnung mit dem Auto. Auf Kolanz (so sagte der Händler damals) hat er irgendeinen Schlauch austauschen lassen. Angeblich im Wert von 500€. Das Auto hatte aber lediglich 1990€ gekostet. Kam uns schon etwas seltsam vor. Dann vor ein paar Wochen leuchtete etwas auf und das Code Lesegerät zeigte an, dass es sich um den Turbolader handelt. Wieder zurück zum Händler. Der wollte das Auto erst mal nicht annehmen zum nachschauen, weil er sagte das es sich um einen Privatkauf handelt und somit keine Garantie da wäre. Als ich dann aber sagte, dass das neu ist für mich das man keine Garantie hat und das mein Mann gar nicht wusste das es sich um einen Privatverkauf handelt, hat er dann gesagt wir können das Auto da lassen er guckt mal Nach wenn er Zeit hat.
Nun meine Frage : ich denke der Händler hat das ausgenutzt das mein Mann kaum deutsch spricht/lesen kann und hat ihm absichtlich den Privatkaufvertrag untergeschoben. Darf er das? Kann eine Händler ein Auto von seinem Hof als Privat verkaufen? Auf dem Kaufvertrag steht auch nicht der Händler sondern der Vorbesitzer des Autos.
Frage Nummer 3000159107

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Antworten (3)
ingSND
Das deutsche Gewährleistungsrecht ist ein zweischneidiges Schwert. Es sichert auf der einen Seite den Kunden ab, sorgt aber im Gegenzug dafür, dass sich billige Gebrauchtwaren, insbesondere bei Autos, nicht lohnen.
Kaum ein Händler wird eine Schrottmöhre für 2000 € selber verkaufen, die gehen alle Richtung Ostblock oder Afrika. Aber eine private Vermittlung macht manch einer. Da steht dann selbstverständlich nicht der Händler sondern der Vorbesitzer im Kaufvertrag. Und die Gewährleistung ist im Kleigedruckten ausgeschlossen (das darf der private Verkäufer).
Das kann gut gehen (und tut es auch sehr oft), aber wenn nicht, hat man ein Problem.
neilo
Zitat aus dem I-net, 12gebrauchtwagen.de: "Wird ein Auto vom Autohändler "im Kundenauftrag" verkauft, dann bedeutet das meist, dass der Händler nicht Ihr eigentlicher Vertragspartner ist, sondern ein Privatverkauf vorliegt. Meist wird Ihnen der Autohändler auch ein entsprechendes Vertragsformular zur Unterzeichnung vorlegen."
Da der Vorbesitzer im Kaufvertrag steht, ist es ein Privatverkauf. Ich schätze mal, dein Mann hat schlechte Karten.
dschinn
So etwas ist mir auch mal passiert. Das böse Zauberwort war "Kommission".
Angeblich ein Familienmitglied vom Händler.
Viel Ärger und viele Diskussionen.
Am Ende hat er den Schrott zurück genommen und ich hatte drauf gezahlt.

Passiert einmal, dann ist man geläutert.