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Noch Fragen?

Frage Nummer 82365 Maneus

Handyvertrag

Ich habe leider meine Persönlichen Daten einem Freund gegeben damit er bei Base einen Handyvertrag abschließen kann die dame an der hotline hat mir versichert das mir keine Probleme entstehen, ich habe mir auch von meinem freund unterschreiben lassen das er alle kosten trägt, dies macht er aber nicht base hat gekündigt und nun kommt die inkasso firma zu mir. wie komme ich da wieder raus??
Antworten (12)
elfigy
Du hast Vorschub zum Betrug geleistet. Jetzt mußt du zahlen. Da kommst du nicht raus. Du bekommst dein Geld -- vielleicht - wieder, dein "Freund" es dir zurückzahlt. Wie du das bewerkstelligen willst, bleibt dir überlassen, ich würde allerdings kein Geld bei einem Anwalt investieren. Zahle und verbuche es aufs Erfahrungskonto.
Opal
Die Frage sollte lauten, wie kann ein "Freund" einen Handyvertrag mit deinen Daten abschließen ohne deine Unterschrift? Hat er die gefälscht????
Maneus
unterschrift wurde nicht gefälscht ging ja alles über eine hotline
elfigy
Du hast ihm aber deine Daten zur Verfügung gestellt. Er bekam wohl keinen Vertrag mehr wegen früheren Zahlungsschwierigkeiten. Nehme ich mal an. Dann hast du Beihilfe zu einem Betrug geleistet, weil er nicht mehr kreditwürdig ist. Zu Recht wie sich herausgestellt hat. Du bist selbst schuld an der Misere. Einen sauberen Freund hast du da. Ich würde an deiner Stelle schnell zahlen und die Sache abhaken als bittere Erfahrung.
starmax
Betrug hat hier noch gar nicht stattgefunden. Jeder Kreditwürdige kann seine erworbene SIM-Card einem anderen überlassen, das ist nicht strafbar, sondern nur dumm; denn für die entstandenen Kosten mußt er/sie selbst aufkommen - und eine Erstattung durch den anderen ja wenig wahrscheinlich.
elfigy
Hier wurde aber nicht die SIM Karte überlassen, es wurde vielmehr mit Einverständnis von Maneus unter seinem Namen von einem Dritten eine Dienstleistung in Anspruch genommen und nicht bezahlt.
Wer Waren oder Dienstleistungen kauft, und sie dann nicht bezahlt, der handelt in betrügerischer Absicht. Hier wurde der Kredit auch betrügerisch erschlichen, weil der "Freund" keinen Kredit bekommen hätte. Das erfüllt den Tatbestand des Betruges.
Mit seinem Einverständnis hat Maneus Beihilfe geleistet.
bh_roth
Liebe elfi, die Absicht, sich oder einem anderen einen rechtswidrigen Vorteil zu verschaffen, kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Allerdings denke ich auch, dass hier versucht wurde, jemandem, der selbst keinen Mobilfunkvertrag mehr bekommt, einen solchen zu verschaffen.
Maneus, du kommst da genau so raus, wie wenn dir das alles selbst passiert wäre. Durch Bezahlen aller Forderungen. Darüber hinaus wirst auch du in Zukunft keinen Vertrag mehr bekommen.
elfigy
StGB § 263 Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
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Juristen gehen von einem Betrug aus, wenn der Täter einen anderen über Tatsachen täuscht und dadurch bei diesem einen Irrtum erregt. Hier hat der sogenannte Freund den Provider durch Angabe einer falschen Identität getäuscht, so dass dieser irrtümlich glauben musste, die Person, die den Handyvertrag bestellt hat wäre kreditwürdig. Der Fragesteller hat dabei mitgewirkt.
elfigy
Als ich noch Schöffin war, haben wir Straftaten, die ähnlich gelagert waren, bestraft.
Auch eine einfache Warenbestellung unter dem eigenen Namen, wenn man zum Zeitpunkt der Bestellung Kenntnis davon hat, dass man nicht bezahlen kann, ist Betrug.
Wer keine Bonität besitzt und sich einen Kredit durch falsche Angaben über seine Person erschleicht, handelt absichtlich betrügerisch.
Das ist täglich Brot bei Gericht.
starmax
Typisch deutsch - und es zeigt auch die miese Qualität von Richtern und Schöffen und der Justiz allgemein in Deutschland. Ein guter anwalt sagt: Jedermann kann hier seinen Freund beauftragen, telefonisch für ihn eine Dienstleistung in seinem Namen zu bestellen. Nix da mit Vorschub!
Der Vertrag muß allerdings von beiden Seiten eingehalten werden. vom Provider durch Leistung, von VN durch Zahlung. Mehr gibt das Ganze nun wirklich nicht her, Wichtigtuer.
Maneus
kreditwürdigkeit ist ein gutes stichwort die wurde nichtmal geprüft ich weiß aber das ich nicht kreditwürdig bin. wenn ich online einen handyvertrag abschließen wollte habe ich diesen nie bekommen.
hphersel
Starmax schreibt: "Jedermann kann hier seinen Freund beauftragen, telefonisch für ihn eine Dienstleistung in seinem Namen zu bestellen." das ist richtig. Ich also bin der Jedermann und habe meinen Freund beauftrgt, in meinem Namen einen Vertrag abzuschließen. IN MEINEM NAMEN! das heißt: MEIN NAME STEHT AUF DEM VERTRAG und NICHT DER NAME DES FREUNDES! (Grosschrift, um das ganz deutlich herauszustellen!) - ICH bin der Vertragspartner und ICH muss zahlen. Ich kann nur hoffen, dass ich das Geld von meinem Freund wiederbekomme, sonst habe ich ein Problem. Und das zu und mit Recht.
Aber Maneus hat seinen Freund eben nicht damit beauftragt. Er hat nicht gesagt: "Mach das mal für mich!", er hat gesagt: "Tu mal so, als ob Du ich wärst, damit Du an den Vertrag kommst!" Das ist ein himmelweiter Unterschied. Mit entsprechenden Konsequenzen.