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Elligro

Ist ein innerer Monolog auch bei aktuellen deutschen Romaciers sehr verbreitet? Bei welchen Autoren besonders stark?

Frage Nummer 32230

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Antworten (3)
kybeer2
Im deutschen Sprachraum wurde das Stilmittel des inneren Monologes erstmals von Arthur Schnitzler in seinen Werken "Leutnant Gustl" (Novelle) & "Fräulein Else" eingesetzt (Novelle).
Es handelt sich hierbei jedoch eher um Novellen. Aktuell wird der Stil des inneren Monologes eher bei Hörspielen oder auch im beliebten Bereich des Anime angewandt.
Waldemar Stein
Protagonisten und leidenschaftliche - teilweise inkognito - auftretende Akteure sind sicher Uwe Timm, Arnold Stadler, Uwe Tellkamp, Ingo Schulze, Sven Regener, Michael Köhlmeier. Der neueste Roman von Karl-Heinz Ott befaßt sich mit dem für uns alle schrecklichen Szenario eines Verdachtes der Gesellschaft gegen den Einzelnen in Form einer schrecklichen Gewalttat und dem Monolog des Betreffenden zur Aufarbeitung seiner Vergangenheit in der Haft. Hans Pleschinski überzeugt mit seinem Werk ´Leichtes Licht´.
Little.D
Der innere Monolog ist schon länger verbreitet in der belletristischen Literatur, auch in der aktuellen. Charakteristisch ist die Erzählweise aus der Innensicht einer Figur, während der der eigentliche Erzähler des Buchs nicht anwesend ist. Dabei spricht sich die Figur direkt selbst an.
Ganz üblich ist das derzeit in der zeitgenössischen Literatur. In Rocko Schamonis "Sternstunden der Bedeutungslosigkeit" oder auch in "Dorfpunks" wird die Erzählweise zum Beispiel recht ausführlich angewendet. Heinz Strunk wendet die Technik ebenfalls gerne und gut an.