StechusKaktus

Ist physisches Gold der neue Zockerwert?

Viele Jahre dümpelte der Goldpreis stabil vor sich hin. Seit ca. 2 Jahren schwankt der Preis stärker als Aktien. 30% Verlust innerhalb weniger Monate. Heute allein über 4% im Minus. Welcher sichere Hafen bleibt denn dem Kleinanleger?
Frage Nummer 69583

Antworten (11)
Sockenpuppe
Keiner! Und das muss auch so sein, sonst würde die Wirtschaft nicht funktionieren!
Sockenpuppe
Quark!
Sobald z.B. die BRD mal richtig anfäng ihre Vorräte zu verkaufen, stürzt der Preis aber ins Bodenlose!
vonjwd
Es gibt keine sicheren Häfen mehr. Und alles was halbwegs sicher ist, hat andere Nachteile. Um halbwegs das Vermögen zu mehren muss man aktiv was machen. Die alten Zeiten an der Börse (nach Kostolany: kaufen, sich schlafen legen, aufwachen und Kohle machen) sind vorbei.
Amos
Kostolany meinte aber 20 Jahre schlafen!!
Sockenpuppe
Alles ist vergänglich...
Sockenpuppe
... nur der Arsch bleibt länglich! Und das letzte Hemd hat keine Taschen!
vonjwd
Och, das kann auch voll in die Hose gehen.
Wenn ich mir die Aktienindizes von Asien ansehe, dann kann man in der Zeit sogar ganz kräftig Verlust machen (z.B. Kauf 1988, Verkauf 2008). Bei Europa kann man Glück haben oder gerade so mit einem blauen Auge davonkommen, nur die US-Aktien sind halbwegs kontinuierlich gestiegen.
Natürlich sind die Beispiele jetzt ein wenig ausgesucht. Aber wenn man die Inflation berücksichtigt, dann ist es mit Aktien, jedenfalls wenn man sich die berühmten 20 Jahre schlafen legt, nicht so doll.
vonjwd
Nachtrag: Bei den Asien Aktienindizies habe ich mich auf den Nikkei 225 bezogen.
vonjwd
@starmax:
Tiefer als 800 USD kann der Preis gar nicht sinken? Dann schau mal hier rein. Da siehst Du dann sehr schön, dass der Preis erst seit 2008 über 800 USD steht. Die ganze Zeit vorher war der deutlich drunter.
Diesen 800 USD-Mist verzapfen Leute, die so eine psychologische Untergrenze einziehen wollen. Gold ist eine Ware wie jede andere auch. Und wenn niemand Gold haben will, dann fällt der Preis tief, tiefer und noch tiefer.
vonjwd
@starmax: Nee, es gibt im Bergbau keine Inflation, was Du meinst, und da gebe ich dir Recht, sind Produktionskostensteigerungen. Allerdings, wenn man sich mal die Goldpreisentwicklung seit 1966 anschaut, spielen die nur eine marginale Rolle. Was war denn zwischen 1980 und 2005? Keine Steigerungen jedenfalls. Gerade beim Goldpreis, der ein hochspekulatriver Preis ist, spielen Produktionskosten keine gravierende Rolle. Aber glaub Du ruhig was Du willst. Immer schön den Alten Fritz zitierend: Lass sie glauben was sie wollen, wenn sie zahlen, was sie sollen.
elfigy
Wer einen sicheren Hafen sucht, dem bleibt nur eine traditionelle Geldanlage zu Zinsen unter der Inflationsrate bei einer reinen Geschäftsbank. Der Kleinanleger hat sich seine Spargroschen meist mühsam erspart und ein starker Kursverlust würde ihn härter treffen, als die paar Euro, die sein Geld wegen den Minizinsen an Wert verliert. Deshalb sind riskante Anlagen mit starken Kursschwankungen nur für Geld, das man im Verlustfall auch verschmerzen kann.