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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000052306 Satan

Rotkohl ist eigentlich blau

Warum spricht man von Rotkohl, obwohl er eigentlich blau ist?
Inspiriert von Amos Eisbergsalat...
Antworten (4)
karinwie
Der Rotkohl ändert seine Farbe je nach pH-Wert des Bodens. In sauren Böden erscheint er eher rot, in alkalischen Böden dagegen bläulich. Je mehr Essig oder andere Säuren (z. B. durch Zugabe von Äpfeln) beim Kochen dazu gegeben werden, ein desto deutlicheres Rot hat das Gericht. Durch diese lokalen Zubereitungsformen erklären sich die unterschiedlichen Bezeichnungen Rotkraut oder Blaukraut. Die Farbänderung rührt von den im Rotkohl enthaltenen Anthocyanen her, die als Säure-Base-Indikator wirken. Diese Anthocyane sind auch in anderen lilafarbenen Pflanzen und Blütenblättern wie Lilie oder Petunie enthalten.
ing793
man spricht von Rotkohl, weil er rot ist. Ist er eher blau, spricht man dagegen von Blaukraut.

Ob der Kohl zum Rotkohl oder zum Blaukraut wird, hängt vom Boden ab. Natürliche Grundfarbe ist ein lila, das umso mehr ins rötliche changiert, je saurer der Boden ist. Wann er also eher ins bläuliche changiert, überlasse ich Deiner Logik.
bh_roth
Eine Ergänzung zu Ing: ob man Rotkohl oder Blaukraut hat, hängt auch damit zusammen, wo man sich aufhält. In Bayern ist Rotkohl Blaukraut, und sei es noch so rot, und auch, wenn man keine Dosen mit Blaukraut findet.
Die Industrie macht diesen Unterschied nicht mit, die bayrische Bevölkerung schon.
Amos
Blaukraut bleibt Blaukraut, Brautkleid bleibt Brautkleid.