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Schrat

Welche Getreidemühle für eine Kenwood Küchenmaschine, Stein- oder Stahlmahlwerk?

Gibt es hier in diesem erlauchten Kreise Anwender einer Kenwood Küchenmaschine und haben diese auch noch eine Meinung bzw. Erfahrung zu den Getreidemühlen? Bei Stahl- oder Steinmahlwerk scheiden sich manchmal die Geister und auch, ob ein Mühlenaufsatz auf einer Küchenmaschine überhaupt einer hauptamtlichen Getreidemühle das Mehl reichen kann. Oder sollte man von derartigem Zubehör die Finger lassen?
Ich backe öfter mal Brot und wollte nun auch mal das Mehl/Schrot dafür selbst herstellen.
Frage Nummer 3000267478

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Antworten (12)
rayer
Bin zwar kein Anwender als Müller, backe aber gerne auch mal ein Brot. Der Gockel meint, in Deinem Fall wäre ein Steinmahlwerk angebracht. Als Allrounder, falls mal eine Ölsaat in Betracht kommt, sei jedoch das Stahlwerk zu empfehlen. Man kann allerdings lange guten Schrot im Reformhaus kaufen für den Preis eines Mahlwerks. Das ist dann meine Vorgehensweise.
Schrat
@rayer
Danke für deine Antwort. Ich denke auch, dass eine Steinmühle besseres bzw. feineres Mehl hinbekommt. Schroten werden beide Mühlenarten gleich gut können. Das mit den ölhaltigen Saaten ist natürlich ein Argument für ein Stahlkegelmahlwerk, kommt bei mir aber noch nicht vor.
Schrot kann man sicher in guter Qualität kaufen, aber der Reiz, es selber gemacht zu haben fasziniert mich.
Und wenn dann daraus auch noch ein gutes Brot entsteht, dann hat sich die Mühe gelohnt.
Auf jeden Fall wird es ein Aufsatz werden, keine eigenständige Mühle. Ich habe da noch einen deutschen Drittanbieter für Küchenmaschinen Zusatzgeräte gefunden. Die Qualität scheint deutlich besser (auch teurer) zu sein als das Zubehör der englisch stämmigen und in China gefertigten Kenwood Teile.
Allein der Adapter für die neuen Kenwood Aufsätze an meiner alten Maschine lässt mich erschaudern. Getreu dem Motte 'zu klein geht immer rein' ist der Adapter im Durchmesser zu klein was zu einem hyperwackeligen Kontakt zur Maschine führt ....
The real Opal is Back
Also mal bitte eine Frage. Wer benutzt eine Kenwood Küchenmaschine wenn es Kitchen Aid gibt. Habt ihr noch nicht genug Geld aus dem Fenster geschmissen. Wir haben nur Kitchen Aid bei uns in der Küche. Seit Jahren.
Schrat
Also, mit Spielzeug für die Puppenküche geben wir uns nicht ab....
rayer
Ich hab zwar auch eine KitchenAid, will jedoch kein Getreide mahlen. Da ist die Kenwood wohl klar vorn laut den Testberichten. Es ist aber mal wieder die Frage, was will man. Eigentlich sollte man beide Maschinen mit dem jeweils besten Zubehör besitzen.
The real Opal is Back
Kaffeebohnen selber mahlen wegen dem Zugewinn an Aroma ist ja nachzuvollziehen, machen wir auch, aber bei Getreide? Welchen Zugewinn an was weiß ich soll das bringen? Da brächte ich mal Aufklärung. Allein am Schrot kann es nicht liegen.
Schrat
Das gleiche Argument und noch ein paar mehr gilt für Getreide.
Ich möchte alle Inhaltsstoffe des Korns, auch den Keim und die Randschichten, die im industriellen Schrot nicht mehr enthalten sind, wegen der Haltbarkeit, das Schrot wird ranzig.
Echtes Vollkornmehl braucht das ganze Korn. Die Qualität des Brotes ist spürbar besser und es schmeckt besser. Das Brot wird aromatischer und bleibt lange frisch und saftig.
Und ganz wichtig: Es duftet wunderbar nach frischem Getreide.
Ich hatte mir bisher immer eine Getreidemühle mit Stahlkegelmahlwerk ausgeliehen, jetzt soll es eine eigene werdenm, ist ja auch nicht so teuer, wenn man das im Verhältnis zum Rest der Maschine sieht.
Ich backe dann daraus z. B. ein Pumpernickel mit meinem vor Jahren gestarteten und selbst weiter gezüchteten Sauerteig, ich nannte ihn Albert. Albert ist ein Roggensauerteig, mein Weizensauerteig heißt Berta, ebenfalls ein selbst gezüchtetes Backhilfsmittel.
Glaubt mir, so etwas kann man nicht kaufen.
The real Opal is Back
Das glaube ich dir sehr gerne das selbst gemahlenes Mehl viele Vorteile gegenüber des Mainstream Mehl vom Händler/großen Mühlen hat. Da bin ich bei dir. Ich denke aber mal das Du, wenn du zwei selbst angelegte Sauerteige hast, welche gepflegt werden müssen, aus dem Bäckerhandwerk kommst? Bei welchen Temperaturen backst Du dein Brot? Und welche Richtungen. Int. mich.
rayer
Der Sauerteig ist die leichteste Übung. Das Problem fängt an, wenn daraus ein Brot werden soll und die Königsdisziplin ist ein Sauerteigbrot ohne Hefe. Da backst du erst mal 10 Fehlversuche bis zum Erfolg.
Schrat
Nein, ich komme nicht aus dem Bäckerhandwerk, ist bei mir reines Hobby.
Mein Pumpernickel backe ich 24 h bei 100°C im Wasserbad in einer geschlossene Form, danach 24 h bei Zimmertemperatur stehen lassen und dann kann an anfangen, das Brot zu genießen.
Ansonsten hat so ziemlich jedes Brot seine eigenen Temperaturen, je nachdem, ob in der Form oder offen gebacken. Offen ist sie höher, 230-240° C, dann aber nach 10 Minuten reduzieren auf 190°C, fast immer mit Dampf zu backen (also Wasser im Backofen).
Mein Ofen kann bis 275°C aufheizen, reicht für die meisten Brote und Brötchen völlig aus. Wichtig ist beim Brotbacken, das in den ersten 10 Minuten Dampf im Ofen ist, später wird dieser abgelassen, damit das Brot schön knusprig wird.
Ich habe einige Brotbackbücher (z. B. von Lutz Geißler, Brotbackbuch 1 und 2 oder Ketex Der Hobbybäcker im I-Net), daraus backe ich die verschiedenen Brotsorten und Brötchen und mittlerweile schmeckt es allen sehr gut.
Das war anfangs anders, da wurde aus dem Brot meistens ein Kuchen in Brot Form, es kommt eben auf die Zutaten und vor allem auf die Verarbeitung an, und den Ofen und die Backtechnik....
rayer
Danke für den Tipp. Ketex hatte ein paar tolle Kniffe.
Schrat
Ja, Ketex ist klasse, kommt auch alle paar Wochen ein Newsletter von denen mit guten Tipps. Der Ketex Gründer Gerhard Kellner hat auch ein paar Bücher veröffentlicht, unter anderem ein 'Brötchen, Baguette & Weizenbrote' Buch, kann ich nur jedem empfehlen, der sich mal an diesem Backwerk versuchen möchte, es wird damit gelingen. Es braucht immer etwas Zeit um gutes Brot oder Brötchen zu backen, je mehr Zeit ( 1-3 Tage), umso besser und schmackhafter das Ergebnis. Man muss halt die Muße dafür haben. und genügend Salz an das Backwerk geben, und ganz wenig Hefe.
Das eine Tee Löffelchen, welches bei den üblichen Rezepten aus online Portalen angegeben wird, ist niemals ausreichend, deswegen schmeckt das Brot auch nicht.
Es ist immer etwas besonderes, wenn selbstgemachte Brötchen oder Brot auf dem Tisch stehen.