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StechusKaktus

Wer ist Kriegsflüchtling?

In Syrien tobt ein schrecklicher Krieg. Um ihm zu entgehen, reisen Menschen nach Ägypten aus und unternehmen aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungnen dort ein paar Monate später eine gefährliche Passage nach Europa. In Ägypten herrscht kein Krieg. Sind die Syrer Kriegsflüchtlinge oder Wirtschaftsflüchtlinge?
Frage Nummer 3000007483

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Antworten (11)
machine
Ein Kriegsflüchtling ist jemand der keinen Mumm hat, sein Land und seine Familie zu verteidigen, sondern laut nach Hilfe von Anderen schreit, ähnlich einem Wehrdienstverweigerer.
Dorfdepp
Primus,
dann hatten also gegen Ende des zweiten Weltkriegs die ostpeußischen Zivilisten keinen Mumm, sich gegen die anrückende rote Armee zu verteidigen, nachdem sich die Wehrmacht vornehm zurückgezogen hat? Sie waren feige und sind einfach geflohen. Duuuu wärst in dieser Situation natürlich dort geblieben.
machine
@dorfdepp: Als meine Familie flüchtete, war mein Vater in Kriegsgefangenschaft, fünf Onkel von mir gefallen, mein Großvater als Landwirt und somit "Reichsversorger" vom Wehrdienst zurück gestellt. Also schön das Maul halten
Dorfdepp
Primus, warum schreibst du vorher einen solchen Stuss, wenn du weisst, was Kriegsflüchtlinge sind?
Skorti
Aber, Aber, das war doch eine ganz andere Zeit.
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Die Syrer fliehen ja nicht vor der Roten Armee, die vergewaltigend in ihre Dörfer eindringt.
Die Syrer fliehen ja nur vor der IS, die mordend und vergewaltigend in ihre Dörfer eindringt.
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Ausserdem sind die Syrer ja keine Kriegsflüchtlinge, sondern nur Bürgerkriegsflüchtlinge. Jeder der da flieht, könnte ja auch zur Waffe greifen und im Auftrag der Regierung auf seine Nachbarn schiessen.
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Vor allem Kinder, Jugendliche, Frauen und alte Männer, die immerhin einen großen Teil der Flüchtlinge stellen, sollten als Deserteure an die sysrische Armee ausgeliefert werden ...
machine
@depp: Vor dem Krieg davon zu laufen oder mit Waffengewalt vertrieben zu werden, ist anscheinend für Dich das Selbe.
Wenn man Äppel mit Birnen vergleicht...
machine
Übrigens besteht in Syrien eine allgemeine, 24-monatige Wehrpflicht, so dass es verwundert, wie viele junge syrische Männer hier herum laufen. BTW: Wenn jeder Soldat so denken würde wie Du, wären Gewalt und Terrorismus weltweit Tür und Tor geöffnet.
Skorti
Naja, die Länder, die ihre Soldaten gegen "inländische Terroristen" einsetzen, die sind ja offenbar der Grund, warum es soviel Flüchtlinge gibt.
Eine Armee hat in Demokratien im Inland nämlich ausser Notstandshilfen, wie Sandsäcke füllen im Oderbruch, nichts verloren.
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Wer seine Armee auf Teile der eigenen Bevölkerung schiessen läßt darf sich nicht wundern, wenn Teile der Bevölkerung zurückschiessen oder vor der Wehrpflicht drücken ...
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Skorti
BTW: Wenn 33 nicht so viele falsch gewählt hätten, dann hätten 45 nicht so viele flüchten müssen ...
machine
Mir ist im Nahen Osten kein demokratisches System bekannt, ergo greift dieses Argument nicht. Ebenfalls ist es von der jeweiligen Verfassung abhängig, wer wann wo eingesetzt werden darf. BTW: Meine Eltern waren '33 noch zu jung zum Wählen.
Mirco
Grundsätzlich ist es erstmal recht einfach. Wer vor Krieg flüchtet ist Kriegsflüchtling. Herrscht kein Krieg oder ohne ähnliche kriegerische Situation, dann flüchtet man aus anderen Gründen. Aber das ist natürlich nur die Papierform.
Wenn ein Syrer in einer friedlichen Ecke (gibt es da auch) flüchtet, würde ich ihn noch als Kriegsflüchtling betrachten, denn im Land herrscht Krieg und es ist nicht so groß, als dass die Gefahr nicht ganz bald ihn selbst betreffen könnte.
Flüchtet ein Kriegsflüchtling in die Türkei oder in ein anderes Nachbarland, in dem kein Krieg herrscht, dann ist er dort i.d.R. in Sicherheit, wenn auch nicht unter besten Umständen. Von verhungerten oder verdursteten Menschen in der Türkei oder im Libanon habe ich bisher jedenfalls noch nichts gehört. Würde das oft auftreten, wäre es wohl bekannt gemacht worden. Der Flüchtling ist also nicht mehr von Krieg bedroht. "Flüchtet" er weiter bzw. reist er weiter, dann ist er kein Kriegsflüchtling mehr, denn weder in der Türkei (da müsste man kurdische Flüchtlinge vielleicht noch ausnehmen), im Libanon, in Griechenland oder sonstwo herrscht aktuell ein Krieg.
Warum flüchten/reisen Menschen also aus der Türkei/Griechenland aus? Weil es ihnen anderswo besser gehen wird (so zumindest die Hoffnung derer). Das ist nicht verwerflich, viele würden sich so verhalten. ABER das ist dann der klassische Wirtschaftsflüchtling. Rechtlich dürfen sie das alles gar nicht. Türkei nach Griechenland ist nicht wirklich leicht weil TR nicht EU-Mitglied ist. Aber laut europäischen Gesetzen muss die EU-Außengrenze besonders gesichert werden, weil dahinter (Schengenraum) keine Kontrollen mehr stattfinden (auch hier ist Mazodonien wieder ein Sonderfall). Wer in GR anlandet muss dort seinen Asylantrag stellen oder vorab ein Visum besorgt haben. Wer sich weiter durchschlägt verstößt gegen sämtliche Vereinbarungen der EU. Und in solcher Art von fast schon erpresserischer Reise nach z.B. DE habe zumindest ich kein Verständnis für die armen Flüchtlinge sondern lehne dieses Vorgehen ab. Rechtlich müssten sie zurück nach GR, das geht aber nicht wirklich, so komme ich auf "fast schon erpresserisch"