HOME

Noch Fragen?

Frage Nummer 3000133715 Gast

Wie berechne ich meinen Urlaubsanspruch bei unregelmäßiger Arbeitszeit ?

Ich arbeite in der Gastronomie, ganz flexibel; 52 Stunden im Monat.
Diese verteilen sich aber ganz unterschiedlich, wie ich gerade gebraucht werde.
Z.B. an manchen Tagen nur 1,5 Std. an anderen bis zu 10 Std.; dann mal wieder 2 Wochen gar nicht, dann mal ne Woche jeden Tag...
Ich kann sie also nicht nach Arbeitstagen berechnen, weil ich jeden Monat eine andere Tagesanzahl arbeite. Wie kann ich herausfinden, wieviel Urlaubs"stunden" mir zustehen, so dass ich nicht 12 x 52 Stunden im Jahr arbeiten muss?
Antworten (12)
ing793
52h/Monat sind 624h/Jahr

Der Gesetzgeber sieht vier Wochen Mindesturlaub vor:
52 Wochen/Jahr sind 13x (4Wochen) pro Jahr

624h/Jahr = 48h/4Wochen

Auf die Stunden bezogen stehen Dir m.E. 48h Urlaub pro Jahr zu. Wie Du das allerdings mit Deinem Chef vereinbart bekommen willst, weiß ich nicht so genau.
rayer
Für den Interpret.

Da das Bundesurlaubsgesetz generell von 6 Werktagen (Montag bis Samstag) ausgeht, muss der Urlaub entsprechend auf die vereinbarten Werktage umgerechnet werden. Dabei spielt es keine Rolle wie viele Stunden der Arbeitnehmer an den Werktagen leistet, sondern wie viele Werktage pro Woche dieser arbeitet.
Für Vollzeitbeschäftigte gilt die Fünf-Tage-Woche, für Minijobs kommt die Besonderheit hinzu, dass als voller Arbeitstag jeder Tag berechnet wird, an welchem der Beschäftigte in der Firma erscheint. Es genügt theoretisch auch eine Stunde. Für die Berechnung des Urlaubsanspruches werden nun die Arbeitstage pro Woche mit 24 multipliziert und dann durch sechs (ursprüngliche Arbeitstage pro Woche) dividiert.
Einem Arbeitnehmer, der nur 5 Werktage pro Woche arbeitet, stehen 20 Urlaubstage zu, auch wenn er nur 12 Stunden in der Woche insgesamt arbeitet. Leistet der Arbeitnehmer hingegen diese 12 Stunden an nur 3 Werktagen ab, dann stehen ihm nicht 20, sondern nur 12 Urlaubstage zu. Dies berechnet sich wie folgt: (3 Werktage pro Woche x 24: 6)
ein Arbeitstag pro Woche: 1 x 24 : 6 = 4 Urlaubstage
zwei Arbeitstage pro Woche: 2 x 24 : 6 = 8 Urlaubstage
drei Arbeitstage pro Woche: 3 x 24 : 6 = 12 Urlaubstage
vier Arbeitstage pro Woche: 4 x 24 : 6 = 16 Urlaubstage
fünf Arbeitstage pro Woche: 5 x 24 : 6 = 20 Urlaubstage
sechs Arbeitstage pro Woche: 6 x 24 : 6 = 24 Urlaubstage

Copy&Paste
ing793
Für den Dyslektiker:

Es gibt keine vereinbarten Werktage.
rayer
Für den Legatheniker:
Da das Bundesurlaubsgesetz generell von 6 Werktagen (Montag bis Samstag) ausgeht, muss der Urlaub entsprechend auf die "vereinbarten" Werktage umgerechnet werden.
Nix vereinbart, nix Anspruch, nix Urlaub. Das sind dann Taglöhner ohne Urlaubsanspruch.
Das iss nix neues in der Gastro.
ing793
Aha, wer keine festen Arbeitszeiten vereinbart hat, hat auch keinen Urlaubsanspruch????????????????

Wer hat da doch noch vor kurzem hier ausgeführt, dass man das BGB nicht aushebeln könne? Du änderst da aber schnell die Meinung (warum klappt das so selten bei Sachen, bei denen Du tatsächlich daneben liegst?)

Du hast allerdings faktisch insofern Recht, dass diese Praxis in der Gastro nicht unüblich ist (nicht nur da, eigentlich überall, wo auf Basis von Minijobs gearbeitet wird, nimmt man es mit bezahltem Urlaub und bezahlten Krankheitstagen nicht so genau).
Das aber ist weit (in Worten: sehr weit) davon entfernt, rechtlich zulässig zu sein. Die Leute haben nur Schiss, es einzuverlangen, notfalls vor Gericht.
ing793
Viele Fragezeichen deuten entweder auf eine klemmende Taste hin oder auf ein stilistisches Mittel, um den Grad der Fassungslosigkeit optisch zu demonstrieren.
Es mag sich jeder selber aussuchen, was zutrifft.
dschinn
Regel #4 read

"52 Stunden im Monat."

Die 52 Stunden werden zweimal erwähnt. Wenn ich den Mindestlohn gegenrechne... komme ich auf einen Minijob!

Gast übt einen Minijob aus und ich sage es gelten die Regeln für Minijob!

Just my 2 Cent
ing793
@dschinn: da hast Du prinzipiell völlig recht.
Da es zwischen den Urlaubsregelungen von Vollzeit, Teilzeit und Minijob aber grundsätzlich keinen Unterschied gibt, ist das aber nicht weiterführend.
rayer
Ach ing, es bleibt bei Deiner Leseschwäche, jetzt kommt auch noch ein Verständnisproblem dazu. Hauptsache Deine Milchmädchenrechnung muss irgendwie Bestand haben.
Also für den ganz begriffsstutzigen ing:
Gesetzt sagt: Berechnung von Urlaub nach vereinbarter Arbeitszeit. Siehe Berechnung.
Gast sagt: Isse nix vereinbart für Arbeitstage pro Monat, pro Woche.
Dann Rayer sagt: Nix vereinbart, nix Anspruch, nix Urlaub.
Rayer sagt auch: Isse Taglohn. isse Gastro üblich.
Kapisch?
Du bleibst ein rechthaberischer Voll....,
Hauptsache Deine Version wird nicht mal in allerleiseste Zweifel gezogen.
Es wäre noch zu prüfen, ist wenigstens die Zahl der Arbeitstunden vereinbart. Dann könnte man, "ich sage, könnte", Rückschlüsse auf die Arbeitstage ziehen und notfalls bei einem Arbeitsgericht durchsetzen. "KÖNNTE"!
Das Gericht muss dann den Ausführungen folgen und anhand der Stundenbelege eine durchschnittliche Zahl der Arbeitstage berechnen, daraus dann den Urlaubsanspruch in "Tagen".
Es gibt aber die Milchmädchenrechnung von 48 Urlaubsstunden nicht, und in gar keinem Fall. Es gibt nur:"TAGE"!!!!
ing793
@rayer: im Gegensatz zu Dir nehme ich das Ansinnen des Fragestellers ernst.

Er wollte eine Grundlage haben, auf der er seinen Urlaubsanspruch "berechnen" kann, und zwar ganz explizit auf der Basis von Stunden.
Ob man das in dieser Form vor Gericht durchsetzen könnte, war nicht gefragt. Es mag sein, dass man das pro forma auf Tage umrechnen muss, dann arbeitet er z.B. durchschnittlich an drei Tagen/Woche je 4h und bekommt 12 Tage Urlaub, oder an zwei Tagen/Woche 6h mit 8 Tagen Urlaub, oder an sechs Tagen/Woche 2h mit 24 Tagen Urlaub. Wie man es dreht und wendet, am Ende kommt das Gleiche dabei heraus: beim gesetzlichen Mindesturlaub von vier Wochen sind das Tage im Wert von 48h.
Gibt es einen Tarifvertrag, der mehr als die vier Wochen Urlaub vorsieht, dann auch entsprechend mehr.
rayer
@ing
Blablabla. Die ingsche Milchmädchenrechnung muss Bestand haben, auf Biegen und Brechen. Was soll man mit dem Unsinn, ernstgenommen oder nicht? Völlig untauglich, es wird nach Tagen berechnet.
Was hast unserem Gast geliefert? Nix Verwertbares. Aber wenn es Dir hilft, ja ich bestätige, DU hast schön gerechnet. Zufrieden? Jetzt verteil noch die 48h in Tage dann bist Du perfekt.
Was ich geliefert habe? Die Info, ohne die Benennung der wöchentlichen Arbeitstage, kann man einen Urlaubsanspruch nicht ableiten. Zumindest nicht wie der Interpret, durch einen Schuss aus der Hüfte.
Weiter habe ich geliefert, das stinkt Dir natürlich am meisten, die Milchmädchenrechnung des Prof. Dr. ing. darf man getrost in die Tonne kloppen.