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A5 bei Gießen Schwerer Unfall auf Autobahn - und keiner hält, um zu helfen

Ein Krankenwagen (Symbolbild) Die Todesursache der beiden Handwerker in Taunusstein ist noch unklar
Krankenwagen
© Arno Burgi/DPA
Ein Wagen überschlägt sich auf der A5 bei Gießen, ein weiteres Auto prallt in den Unfallwagen. Statt zu helfen, weichen einige passierende Fahrzeuge auf den Standstreifen aus. Die Polizei sucht Zeugen. 

Der Reifen eines Kleinwagens platzt. Das Auto kommt ins Schleudern, überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Das dahinter fahrende Auto kann nicht mehr rechtzeitig ausweichen und kracht in den Unfallwagen. Vier Menschen werden teilweise schwer verletzt - aber niemand hilft den Unfallopfern. Nicht einmal den Notruf haben sie angerufen. Stattdessen, so die Polizei, seien einige passierende Fahrzeuge über den Standstreifen gefahren, um an den Wracks vorbeizukommen. Zur Aufklärung des Vorfalls vom Sonntag auf der A5 bei Reiskirchen werden nun weitere Zeugen gezeugt.

Reisebus-Insassen halfen Unfallopfern

Der Unfall ereignete sich am Montag auf der A5 bei Reiskirchen in der Nähe von Gießen. Die 54-Jährige Fahrerin des Unfallwagens aus Darmstadt war mit ihrem dreijährigen Enkel unterwegs und wurde schwer verletzt. Im hinteren Auto saß ein 28-Jähriger aus Bielefeld sowie seine Beifahrerin. Alle kamen ins Krankenhaus. Erst ein Reisebus hatte an der Unfallstelle gehalten und dessen Insassen erste Hilfe geliefert. Einer der Autofahrer, der ebenfalls vorbeifuhr und nicht half, wurde erwischt. Ihm droht nun ein Bußgeld von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Die Polizeiautobahnstation in Butzbach bittet um Hinweise unter der Rufnummer 06033 - 9930.

nik

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