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Amoklauf in der Schweiz: Schütze war Mitarbeiter in der Firma

Bei einem Amoklauf in einem Schweizer Betrieb hat es drei Tote gegeben. Der Täter war offenbar in der Holzverarbeitungsfirma beschäftigt. Er soll psychische Probleme gehabt haben.

Drei Menschen sind bei einem Amoklauf in einem Schweizer Unternehmen ums Leben gekommen. Der Schütze ist nach Polizeiangaben unter den Toten, er war ein Mitarbeiter der Firma. Nach Angaben des Sprechers der Luzerner Polizei gibt es fünf Schwerverletzte und zwei Verletzte. Das Motiv sei noch unklar. Das Gebiet um den Tatort - ein Holzverarbeitungsbetrieb in Menznau, etwa 25 Kilometer westlich von Luzern - sei großräumig abgesperrt worden.

Viele Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega setzte drei Helikopter ein und flog die Schwerverletzten in verschiedene Krankenhäuser, wie eine Sprecherin sagte. In der Fabrik sei ein Expertenteam zur psychischen Betreuung der Mitarbeiter eingesetzt worden. Wie der Täter starb, ist laut blick.ch noch unklar. Zu Zeugenangaben, wonach sich der Mann selbst richtete, will die Polizei unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben machen.

Zuvor hatte eine Augenzeugin gegenüber der "Neuen Luzerner Zeitung" (NLZ) von fünf Toten in der Kronospan Schweiz AG gesprochen. Die Arbeiter hätten gerade eine Frühstückspause gemacht, als plötzlich gegen 9 Uhr geschossen wurde, sagten Zeugen. Für Angehörige richtete die Polizei eine Hotline ein. Tatort war laut Luzerner Polizei nicht nur die Kantine, wie es anfangs hieß, sondern auch eine Werkstatt und ein Verbindungsgang. Der Schütze soll ganz gezielt seine Faustfeuerwaffe auf Personen gerichtet haben.

Mann war Maschinenführer in der Firma

Laut NLZ handelt es sich nach Zeugenangaben beim mutmaßlichen Täter um einen ehemaligen Kickboxer und Mitarbeiter der Firma. Einem Mitarbeiter zufolge habe der 42-jährige Schütze, der als Maschinenführer arbeitete, psychische Probleme gehabt. Er habe oft Selbstgespräche geführt, sei aber nie aggressiv geworden.

Das Konzernleitungsmitglied Urs Fluder sprach gegenüber dem Sender Radio Pilatus von einem "Schockzustand". Der Betrieb werde "alles Menschenmögliche" tun, um den Angehörigen zu helfen. Auf der Pressekonferenz der Polizei am Nachmittag beschrieb Kronospan-CEO Mauro Capozzo den Schützen laut NLZ als ruhige und unauffällige Person, die bereits seit mehr als zehn Jahren in der Firma arbeitete. Kündigungen habe es in der letzten Zeit nicht gegeben. Nach dem Vorfall werde nun die Produktion heruntergefahren. Im benachbarten Willisau soll am Donnerstag ein Trauergottesdienst stattfinden.

Die Firma Kronospan beschäftigt rund 400 Mitarbeiter in der Zentralschweiz und ist nach Informationen von nzz.ch auf die Herstellung und Veredelung von Holzwerkstoffen spezialisiert. Der Betrieb ist der wichtigste Steuerzahler der Gemeinde Menznau. Das Online-Portal des "Blick" berichtet, dass der Betrieb in letzter Zeit wegen Rundholzmangels den Betrieb drosseln und umstrukturieren musste. Ob es tatsächlich einen Zusammenhang mit der Bluttat gab, ist aber bislang völlig unklar. Menznaus Bürgermeister Adrian Duss sprach von einer "Tragödie" für seine Gemeinde.

Waffen in der Schweiz leicht zu bekommen

Die Schweizer Regierung drückte den betroffenen Familien ihr Beileid aus. Sie war gerade in Bern zu ihrer wöchentlichen Sitzung zusammengekommen, als die Ministerinnen und Minister über das Blutbad bei Luzern informiert wurden.

Angesichts der vielen in einer kurzen Zeitspanne abgegeben Schüsse und der schweren Wunden, wird weithin vermutet, dass der Täter aus mindestens einer automatischen Waffe schoss. In der Schweiz befinden sich viele Gewehre in Privatbesitz, da die Armee auf zahlreiche Reservisten zurückgreift. Zuletzt erschoss im Januar ein 33-Jähriger in dem Walliser Dorf Daillon in einem Familienstreit drei Frauen und verletzte zwei Männer schwer. Der blutigste Vorfall in jüngerer Zeit ereignete sich im September 2001 im Regionalparlament von Zug: Damals erschoss ein 57-Jähriger aus Wut über die Behörden 14 Menschen, bevor er sich selbst tötete.

mlr/DPA/AFP / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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