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Amsterdam: Anne-Frank-Baum darf stehen bleiben

Zwei Jahre versteckte sich Anne Frank mit ihrer Famile in einer Amsterdamer Wohnung vor den Nazis. Die wenige Natur, die sie zu Gesicht bekam, beschränkte sich auf die Kastanie im Hinterhof. Nun sollte der Baum gefällt werden, doch eine Bürgerinitiative kam ihm zu Hilfe.

Der vom Zerfall bedrohte Anne-Frank-Baum in Amsterdam wird nicht gefällt. Die Kastanie vor dem Kriegsversteck des jüdischen Mädchens Anne Frank soll durch eine Auffangkonstruktion vor dem Umfallen bewahrt werden. Darauf einigten sich die Stadt Amsterdam, der private Eigner des betreffenden Grundstücks und eine Bürgerinitiative, so die Beteiligten.

Neue Gnadenfrist von 15 Jahren

Anne Frank, die sich mit ihrer Familie auf einem benachbarten Grundstück Jahre lang vor den Nationalsozialisten versteckt hielt, hat den Baum in ihrem berühmten Tagebuch beschrieben. Inzwischen ist die rund 30 Tonnen schwere Kastanie in bedrohlichem Ausmaß von einem Schimmelpilz befallen. Der Stamm droht zu verrotten, wodurch der Baum umstürzen könnte. Die Stadt Amsterdam hatte dem Eigner daher eine Genehmigung zum Fällen der Kastanie erteilt.

Ursprünglich sollte der Baum Ende November zersägt werden. Ein Richter stoppte das Vorhaben jedoch nach Klagen mehrerer Bürger und rief alle Beteiligten auf, sich zu verständigen. Mit der nun geplanten Schutzkonstruktion soll die Kastanie noch bis zu 15 Jahre lang erhalten bleiben können.

DPA / DPA
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