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Arktis: Forscher wartet auf Lufttaxi

Schlechtes Wetter erwischte Arktis-Forscher Pen Hadow eiskalt: Ein Flugzeug seines Teams konnte nicht landen, er hat nur noch Nahrung bis Mittwoch. Nun heißt es Zittern bei minus sechs Grad.

Eine Woche nach der Ankunft am Nordpol ist der britische Arktis-Forscher Pen Hadow in Not geraten: Ein Flugzeug seines Expeditionsteams konnte ihn wegen schlechter Wetterbedingungen nicht erreichen und musste umkehren. Der 41-Jährige hat nur noch Nahrung bis Mittwoch, wie sein Team im Internet berichtete.

Hadow ist am 17. März von der nordkanadischen Insel Ward Hunt in die Arktis aufgebrochen. Am 19. Mai traf er am Nordpol ein - nach eigener Darstellung als erster Mensch, der von Kanada aus ohne Unterstützung den nördlichsten Punkt der Erde erreichte. Am Samstag ebnete er mit seinem einen verbliebenen Ski - der zweite ging verloren, als er im April in dünnem Eis einbrach - einen provisorischen Landeplatz für das Flugzeug seines Teams.

Die Maschine vom Typ Twin Otter konnte aber wegen schlechten Wetters an einem Platz zum Auftanken in 85 Grad nördlicher Breite nicht landen. Jetzt soll das Flugzeug Ballast ablegen, um zusätzliche Treibstofftanks aufzunehmen. Wenn das nicht klappt, soll versucht werden, Nahrung über dem Zelt Hadows abzuwerfen. Das Satellitentelefon des Polarforschers ist defekt. Er konnte sich jedoch über ein Funksignal melden und so mitteilen, dass es ihm gut geht. An Hadows Aufenthaltsort in 89 Grad und 30 Minuten nördlicher Breite herrschen zur Zeit Temperaturen von minus sechs Grad.

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