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Australien: Verlassener Ehemann versteigert sein Leben

"Ich habe mein Leben satt. Wenn Sie es wollen, können Sie es haben", schrieb ein Australier in seinem Blog, nachdem seine Frau ihn verlassen hatte. Die Versteigerung seines Lebens im Netz brachte Angebote bis 2,2 Millionen australische Dollar ein. Behalten will er nur Brieftasche und Pass.

Ein von der Liebe enttäuschter Australier hat im Internet sein Leben zur Versteigerung angeboten. "Ich habe mein Leben satt! Ich will es nicht mehr! Wenn Sie es haben wollen, können Sie es haben", schrieb Ian Usher in seinem Blog und stellte dem Höchstbietenden seine Arbeit, sein Haus und seine Freundschaften zur Verfügung. Bis Montag waren die Angebote auf 2,2 Millionen australische Dollar (etwa 1,35 Millionen Euro) geklettert.

Der 44-jährige Usher, der seit sechs Jahren im nordaustralischen Perth lebt, traf seine Entscheidung, nachdem er von seiner Frau verlassen wurde. Alles im Haus erinnere ihn nur an die "wundervolle Vergangenheit", die das Paar geteilt habe, sagte der gebürtige Engländer.

Der frühere Teppichhändler hatte das Mindestgebot am Sonntag auf 500.000 Dollar festgesetzt. Bis zum Montagmorgen steigerten sich die Angebote auf 2,2 Millionen australische Dollar. "Als ich meinen Computer am Sonntagabend ausgemacht habe, waren wir bei 1,9 Millionen, und ich musste richtig lachen", berichtete Usher. Sicher hätten sich einige Bieter einen Scherz erlaubt, aber er sei überzeugt, dass er auch ernsthafte Angebote erhalten habe.

Der verlassene Ehemann schätzt den Wert seiner Güter, darunter ein Haus mit drei Zimmern, einen 19 Jahre alten Mazda, ein Motorrad Baujahr 1986 und Jet-Ski, auf insgesamt bis zu 500.000 australische Dollar. Dem Höchstbietenden hat Usher versprochen, ihn in seinem Freundeskreis einzuführen und ihm für mindestens zwei Wochen einen Job in dem Teppichgeschäft zu verschaffen, in dem er früher gearbeitet hat. Der Ladenbesitzer könne nach der Probezeit entscheiden, ob er den Ersatzmann dauerhaft einstelle oder nicht.

Usher will für sein neues Leben nur seine Brieftasche, seinen Pass und die Kleidung behalten, die er bei Abschluss des Geschäfts trägt.

AFP / AFP
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