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Ausschreitungen in Baltimore: "Mutter des Jahres" prügelt Randalierer nach Hause

Bei den Ausschreitungen in Baltimore knöpft sich eine Frau einen maskierten Rabauken vor. Die Videos sind ein viraler Hit, das Netz feiert die "Mutter des Jahres" - der Rowdy soll ihr Sohn sein.

In Baltimore brennen Autos und Häuser - die Krawalle sind längst außer Kontrolle geraten

In Baltimore brennen Autos und Häuser - die Krawalle sind längst außer Kontrolle geraten

Selbst der härteste Bursche wird ganz weich, wenn seine Mutter ihn zurechtweist - wie kürzlich erst die Hooligan-Mütter in Brasilien bewiesen, die als Ordner im Fußballstadion für zivilisiertes Verhalten ihrer Söhne sorgten. Nun ist nicht belegt, dass es sich bei der Frau in den viralen Videos der Unruhen in der US-Problemstadt Baltimore tatsächlich um eine Mutter handelt - unstrittig ist dafür das bestimmte Auftreten der Dame: Mit ein paar kräftigen Schlägen an den Kopf und noch kräftigeren Ausdrücken jagt sie einen vermummten, ganz in schwarz gekleideten Randalierer von der Straße. In den sozialen Netzwerken ist das Video ein Renner, die User sind begeistert und feiern das resolute Auftreten der Frau.

Ein von TJ (@jtcheri) gepostetes Video am

Auf Instagram ist das Video aus verschiedenen Blickwinkeln zu bestaunen:

That awkward moment your mom catches you rioting ???? #baltimore #baltimoreriots #prayforthiskid

Ein von Karla H.??? (@ine3) gepostetes Video am


Die Wortwahl der Frau ist trotz der bescheidenen Tonqualität der Filme unmissverständlich: "Komm her, verdammt nochmal! Komm sofort her! Hast du mich gehört?!"


Kurzerhand wird die Frau zur "Mutter des Jahres" gekürt:


Wie gesagt: Es ist nicht klar, ob es sich hier wirklich um eine Mutter handelt, die ihren Sohn in die Schranken weist, oder um eine Frau, die einen wildgewordenen Mob vor ihrer Haustür nicht duldet. Viel wichtiger ist ohnehin, dass dieses und ähnliche Videos unter dem Hashtag Pray For Baltimore weiter verbreitet werden. Denn ein Vorbild geben solche Bilder in diesen traurigen Tagen von Baltimore allemal ab.



tim
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?