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Anzeige wegen Islamfeindlichkeit Dieter Nuhr wehrt sich gegen Vorwürfe

Dieter Nuhr wurde angezeigt, weil er den Islam verspottet haben soll. Jetzt meldet sich der Kabarettist zu Wort - und verteidigt seine Äußerungen.

"Blöde, dumme Hetze"

Beschwerdeführer Toka sagte der "NOZ", Nuhrs Kritik sei verletzend. Die Tageszeitung "Welt" (Samstag) zitiert Toka mit dem Vorwurf, Nuhr betreibe "blöde, dumme Hetze gegen eine Minderheit". Bei einem Auftritt Nuhrs am Samstagabend in Osnabrück demonstrierten rund 25 Menschen vor der Halle gegen die Äußerungen des Kabarettisten. Nach Angaben der Polizei blieb die Kundgebung friedlich.

Nicht nur Toka kritisiert den Kabarettisten. Der Migrationswissenschaftler Klaus J. Bade sagte der "Welt": "Da verwechselt einer den Islam mit dem Islamischen Staat". Pauschale Diffamierungen anstelle von Differenzierungen würden nur neue Schreckensbilder schaffen. Nuhr hatte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" 2011 unter anderem geschrieben, dass dem Islam Toleranz fremd sei. Nuhrs Anhänger unterstützten ihn auf seine Facebook-Seite.

kup/DPA DPA

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