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Beinahe-Crash in Duisburg: Busfahrer verliert das Bewusstsein – mutiger Fahrgast verhindert Unfall und wird belohnt

Muhammet Özhan reagierte in einem Bus sofort, als der Fahrer plötzlich gesundheitliche Beschwerden hatte. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft hat sich nun mit einem Fahrkarten-Abo beim 24-Jährigen bedankt.

Muhammet Özhan

Muhammet Özhan stoppte einen Bus und verhinderte so einen Unfall

DPA

Ein 24-jähriger Businsasse entpuppte sich als Retter in einer Ausnahmesituation. Vor knapp zwei Wochen reagierte Muhammet Özhan schnell und verhinderte dadurch einen Unfall, der durchaus böse hätte enden können – so die Einschätzung der Duisburger Polizei.

Während der Fahrt verlor ein Busfahrer in Duisburg das Bewusstsein, das Fahrzeug geriet ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und streifte Steinmauern am Straßenrand. Glücklicherweise herrschte, so die Informationen der Polizei, an diesem Abend wenig Verkehr, sodass es nicht sofort zum Crash kam. Dann fasste sich Özhan ein Herz: Der aufmerksame Fahrgast brachte den Bus durch einen Griff ins Lenkrad und das Betätigen der Bremse schnell zum Stehen. Danach verließ er den Einsatzort.

Verkehrsgesellschaft spricht Belohnung aus 

Der 58-jährige Busfahrer wurde vom Notarzt anschließend behandelt, inzwischen geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Verletzte gab es keine.

Weil das auch Muhammet Özhan zu verdanken ist, belohnte ihn nun die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG). Özhan erhielt ein lebenslanges Fahrkarten-Abo.

"Wir danken Muhammet Özhan für sein mutiges und vorbildliches Handeln", sagte Personalvorstand Axel Prasch. "Mit seinem beherzten Eingreifen hat er wahrscheinlich Schlimmeres verhindert." Özhan selbst will sich nicht feiern lassen: "Als ich gesehen habe, dass der Fahrer zusammengebrochen ist, bin ich sofort ans Steuer und habe den Bus gestoppt. Für mich ist das keine große Sache. Ich würde immer wieder so handeln“, sagte er der "Rheinischen Post".

Quellen: WDR / "RP online" / dpa

Versicherungsbetrug de luxe: Mitarbeiter täuscht dreist einen Unfall vor – doch ein Überwachungsvideo entlarvt ihn
lber
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?