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Eisbrecher gescheitert: Urlauber müssen von Insel Hiddensee ausgeflogen werden

Von der im Eis eingeschlossenen Urlaubsinsel Hiddensee vor der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste sind am Dienstag Urlauber mit dem Hubschrauber ausgeflogen worden. Vorher war ein letzter Versuch gescheitert, die Fahrrinne mit einem Eisbrecher zu öffnen.

Von der im Eis eingeschlossenen Urlaubsinsel Hiddensee vor der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste sind am Dienstag Urlauber mit dem Hubschrauber ausgeflogen worden. Vorher war ein letzter Versuch gescheitert, die Fahrrinne mit einem Eisbrecher zu öffnen.

"Wir fliegen in Absprache mit dem Landkreis alle Urlauber aus, die von der Insel 'runter wollen", sagte eine Mitarbeiterin des Hubschrauber-Service der Nachrichtenagentur DAPD. Sie kündigte auch einen Versorgungsflug mit Nahrungs- und Arzneimitteln an, die auf Hiddensee mit seinen über 1.000 Einwohnern und gegenwärtig um die hundert Urlauber knapp geworden waren. Die Urlauber mussten den Flug selbst bezahlen.

Ein letzter Versuch, Hiddensee über den Wasserweg zu erreichen, war am Montag gescheitert, als ein als Eisbrecher eingesetzter Tonnenleger sich als zu schwach für das starke Eis erwies. Zudem war die einzige eisbrechende Fähre der Hiddensee-Reederei seit Freitag wegen Maschinenschadens nicht einsetzbar. "Jetzt könnte sie wegen der Eisstärke ohnehin nicht mehr verkehren", sagte Reederei-Sprecher Knut Schäfer. Hauptnahrungsmittel wie Brot, Butter, Kartoffeln und frisches Gemüse waren inzwischen auf der Insel weitgehend ausgegangen. Konserven und tiefgefrorene Lebensmittel sind aber reichlich vorhanden.

APN / APN
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