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Große Sorge im Leipziger Zoo: Elefanten-Baby muss noch heute operiert werden

Der Zustand des neugeborenen Elefanten-Mädchens im Leipziger Zoo ist weiter besorgniserregend: Das Tier kann noch immer nicht alleine trinken und laufen. Das Jungtier wird noch heute operiert.

Das Elefantenkalb kurz nach seiner Geburt am 25. März

Das Elefantenkalb kurz nach seiner Geburt am 25. März

Der Leipziger Zoo bangt weiter um das Überleben des am Mittwoch geborenen Elefanten-Babys. Das Tier hat die Nacht überstanden und ist in einem stabilen Zustand, wie eine Sprecherin des Zoos mitteilte. Das Elefanten-Mädchen muss künstlich ernährt und am Nachmittag operiert werden.

Das Jungtier hat einen gebrochenen Oberschenkel. Die Fraktur sei am Donnerstag bei einer Röntgenuntersuchung aufgefallen, teilte der Zoo gestern Abend mit. Die Verletzung stamme vermutlich aus den ersten Minuten nach der Geburt.

Womöglich nicht allein überlebensfähig

Schon vor dem Befund war der Gesundheitszustand des Elefanten-Mädchens kritisch. 30 Stunden nach der Geburt konnte das Tier immer noch nicht alleine trinken oder laufen. Es sei deshalb unklar, ob es überhaupt überleben könne, erklärte Zoo-Direktor Jörg Junhold.

"Die Lage ist sehr ernst und der Ausgang offen", sagte Junhold. "Es kann sein, dass es trotz allem kein Happy End gibt." In den Stunden bis zur Operation werde das Tier nun intensivmedizinisch behandelt. Es solle versucht werden, das Elefanten-Baby über eine Sonde zu ernähren, damit es bei Kräften bleibt.

Experte aus Berlin angefordert

Der Elefanten-Nachwuchs war laut Zoo mit 68 Kilogramm bei der Geburt sehr leicht gewesen. Anschließend hätten Tierpfleger versucht, dem Jungtier eine Flasche zu geben. Daraus habe es aber nur minimal getrunken. Leider arbeite die Zeit gegen die Pfleger und die Zoo-Tierärzte. Inzwischen konnte die Mutter Hoa gemolken werden, um die wichtige Muttermilch für den Nachwuchs zu gewinnen.

Der Leipziger Zoo hat ein Expertenteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung aus Berlin angefordert. Von den Fachleuten erhoffen sich die Verantwortlichen Rat und Unterstützung. Es gebe aus der Elefantenmedizin Beispiele, wonach ein Jungtier auch nach kritischen zwei Tagen noch gerettet werden konnte, sagte Junhold.

Der Mutter Hoa, die ihr erstes Jungtier vor zwei Jahren direkt nach der Geburt attackiert und getötet hatte, gehe es gut.

yps/DPA / DPA
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