Entführte Madeleine Die "Vorhölle" der Ungewissheit


Seit über 100 Tagen fehlt von der kleinen Madeleine jedes Lebenszeichen. Mittlerweile geht die Polizei davon aus, dass Madeleine längst tot sein könnte. Ihre Mutter erzählte einer englischen Zeitschrift, wie sehr sie unter der Ungewissheit leidet.

Die Eltern der verschwundenen Madeleine wollen endlich Klarheit über das Schicksal ihrer Tochter. "Wir beide würden es lieber wissen - auch wenn das bedeutet, dass wir der schrecklichen Wahrheit, dass Madeleine tot ist, gegenüberstehen", sagte Madeleines Mutter, Kate McCann, in einem Interview der Zeitschrift "Woman's Own". Die Ungewissheit sei "die schlimmste Form der Vorhölle". Am Wochenende, genau 100 Tage nachdem die Vierjährige aus einem Ferienappartement an der portugiesischen Algarve-Küste verschwand, hatte die Polizei erstmals eingeräumt, dass das britische Mädchen tot sein könnte.

Freunde der McCanns kritisierten, dass die Polizei dies öffentlich machte, ohne die Eltern zu informieren. Es sei "außerordentlich", dass die Behörde nicht "den Anstand" gehabt habe, dem Paar Bescheid zu geben. Als entscheidend im Fall Madeleine gelten nun Laborergebnisse von Blutspuren, die in dem Zimmer gefunden wurden, in dem das britische Mädchen am 3. Mai schlief. Die Spuren werden derzeit in Birmingham untersucht.

DPA DPA

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