Fall Madeleine Erneutes Verhör der McCanns


Die Aufklärung des Falls Madeleine findet kein Ende: Spuren aus dem Auto stammen von den Geschwistern und die Eltern werden zum wiederholten Male verhört. In einem Interview haben sich die McCanns jetzt zu ihrer Lebenssituation geäußert.

Die Eltern der verschwundenen Madeleine sollen erneut von der Polizei verhört werden. Drei portugiesische Ermittler seien bereits nach England geflogen, berichteten britische Medien. Die britischen Behörden sollten Kate und Gerry McCann im Auftrag der portugiesischen Polizei noch einmal 40 Fragen stellen, die diese in Portugal nicht beantwortet hätten.

Die Eltern sind Verdächtige, eine Anklage wird nach britischen Medienberichten aber immer unwahrscheinlicher. Die DNA-Spuren, die in dem Leihwagen der McCanns gefunden wurden, könnten von anderen Familienmitgliedern stammen, zitierten britische Zeitungen einen Angehörigen. Unter anderem seien die Spuren auf Madeleines kleine Geschwister, die Zwillinge Sean und Amelie, zurückzuführen, deren Windeln in dem Auto lagen, berichtete die Zeitung "The Sun".

Unterdessen gaben die Eltern ihr erstes Interview seit ihrer Rückkehr aus Portugal. Sie sprächen "ständig" mit den Zwillingen über Madeleine, sagten sie. "Es ist kein Tabuthema", betonte der Vater Gerry McCann. Sie würden ihnen zu verstehen geben, dass Madeleine "gerade nicht hier" sei. Sean und Amelie seien von Madeleines Spielsachen und Fotos umgeben. "Wir versuchen nicht, sie von Madeleine abzuschirmen."

Irgendwann wollen sie nach Portugal zurück

"Aus spirituellen, emotionalen und sozialen Gründen" würden sie auch irgendwann nach Portugal zurückkehren, sagte Kate McCann. Madeleine war am 3. Mai aus einem Ferienappartement an der Algarve- Küste verschwunden. Eine Theorie der Polizei ist, dass die Eltern die Vierjährige versehentlich umgebracht haben und dann den Tod vertuschen wollten. In dem Leihwagen sollten sie die Leiche transportiert haben.

In Portugal trifft die Polizei nach Angaben der Zeitung "Diàrio de Notícias" Vorbereitungen zu einer größeren Suchaktion mit dem Ziel, die Leiche des Mädchens zu finden. Dabei sollen die Umgebung der Ferienanlage und ein Waldgebiet im Norden des Bezirks Lagos abgesucht werden. Wann damit begonnen werden soll, war nicht bekannt.

DPA DPA

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