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Erschütternder Fall: Frau installiert Kamera in Pflegeheim – und sieht, was der Pfleger mit ihrem Vater anstellt

Eine Frau aus Australien hatte Zweifel an den Pflegern ihres Vaters. Als sie eine Kamera im Pflegeheim installierte und sah, was ein Pfleger ihrem Vater antat, war sie erschüttert.

Ein gebrechlicher alter Mann liegt im Bett

Eine Frau war misstrauisch, wie es im Pflegeheim zugeht – leider in ihrem Fall zu Recht

Getty Images

Die Australierin Nauleen Hausler war besorgt, ob ihr Vater im Pflegeheim gut behandelt wurde und installierte deshalb heimlich eine Kamera in seinem Zimmer. Was diese aufzeichnete, erschütterte sie. Auf den Videoaufnahmen war zu sehen, wie ein Pfleger ihren 89-jährigen, demenzkranken und bettlägerigen Vater Clarence zwang, zu essen, indem er ihn aggressiv an der Nase packte. Es handelte sich dabei nicht um irgendein Pflegeheim, sondern um eines von Australiens größtem Pflegeheim-Verbund, der "Mitcham Residential Care Facility", wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet. 

Nauleen hatte den Missbrauch bereits im September 2015 in Adelaide gefilmt. Sie ist selbst Krankenschwester und erzählte ihre Geschichte nun als Teil einer Fallstudie am Montag in Perth. "Mit diesem Bildmaterial konfrontiert zu werden, schockierte mich zutiefst", sagte sie. "Mein Herz raste und meine Hände haben gezittert." 

Die Krankenschwester beschwerte sich bei dem Pflegeheim über die Behandlung ihres Vaters. Zunächst wurde sie beschuldigt, den Pflegern illegal nachspioniert zu haben. Dann bekannte sich der entsprechende Pfleger schuldig.

Die Krankenschwester vermutet, dass hinter verschlossenen Türen noch viel mehr passiert 

Nauleens Vater ist mittlerweile verstorben. Die Krankenschwester kritisiert die Pflegeheim-Kette seitdem scharf. "Wenn wir etwas daraus lernen sollten, dann, dass jede Stimme gehört und respektiert werden muss, ganz egal, ob sie verbal oder nicht verbal ist." Sie plädiert dafür, dass extrem verletzliche Menschen in Pflege, die nicht mehr in der Lage sind, zu sprechen oder sich selbst zu verteidigen, zusätzlichen Schutz in ihren Privaträumen erhalten. 

Die Krankenschwester vermutet, dass Fälle wie der, den sie aufgenommen hat, hinter verschlossenen Türen noch viel häufiger vorkommen. Der Pfleger wurde schuldig gesprochen. Er muss für zehn Monate ins Gefängnis.

Quelle: "Daily Mail"

ame
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