HOME

Klimaaktivistin: Greta Thunberg feiert Halloween – ihr "Kostüm" ist ein Seitenhieb gegen ihre Kritiker

Greta Thunberg interessiert sich eigentlich nicht für Halloween. Auf ihren Social-Media-Kanälen kann sich die 16-jährige Schwedin dann aber doch eine deutliche Botschaft in Richtung ihrer Kritiker nicht verkneifen.

Greta Thunberg bei einem "Fridays for Future"-Protest in Denver

Greta Thunberg bei einem "Fridays for Future"-Protest in Denver

AFP

Halloween ist in den USA ein riesiges Ereignis. Kostüme, Dekorationen, Süßigkeiten - es kann von allem nicht genug geben. Rund 8,8 Milliarden US-Dollar dürften die Amerikaner in diesem Jahr für das Event ausgegeben haben, wie der Handelsverband "National Retail Federation" bekanntgab.

Klimaaktivistin Greta Thunberg, die sich eigentlich nicht viel aus Halloween macht, hat ihren Aufenthalt in den USA nun dazu genutzt, sich zu dem Brauch zu äußern und über ihre Kritiker zu witzeln. "Heute ist also Halloween. In meiner Heimat feiere ich das nicht, aber ich dachte, ich könnte es mal versuchen. Wenn es darum geht, wütende Klimawandelleugner zu erschrecken, muss ich mich offensichtlich nicht einmal verkleiden", schrieb die 16-Jährige auf Instagram und Twitter. Auf dem Schwarz-Weiß-Foto posierte sie mit ihrem Markenzeichen, dem Schild mit der Aufschrift "Schulstreik für das Klima".

Greta Thunberg seit gut zwei Monaten in den USA

Thunberg und die "Fridays-for-Future"-Bewegung haben in den USA vor allem den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. Beim UN-Gipfel in New York im September beschuldigte sie die Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in einer denkwürdigen Rede ihre Träume und ihre Kindheit "mit ihren leeren Worten zu stehlen". Trump twitterte nach ihrer Rede sarkastisch, dass sie "wie ein sehr glückliches junges Mädchen wirkt, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut". Thunberg konterte und übernahm später die Beschreibung für ihr eigenes Twitter-Profil. Ihr wütender Blick in Richtung Trump, nachdem er beim UN-Gipfel an ihr vorbeigegangen war, wurde ebenfalls zu einer viralen Sensation.

Greta Thunbergs Mutter ist die Opernsängerin Malena Ernmann

Thunberg hält sich seit gut zwei Monaten in Nordamerika auf. Ein Hauptgrund für ihre Reise über den Atlantik per Hochsee-Rennjacht war die für den 2. Dezember geplante Weltklimakonferenz in Chile. Die chilenische Regierung hatte die Konferenz wegen der anhaltenden sozialen Proteste im Land überraschend abgesagt. Inzwischen wurde Madrid als neuer Austragungsort festgelegt. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte dem chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera seine Kooperation zugesagt, und die beinhaltet auch, die COP25 genannte, zweiwöchige Konferenz in Spaniens Hauptstadt abzuhalten.

vit / mit DPA