HOME

Herne: Gymnasium kauft Burkinis für den Schwimmunterricht - und erntet Lob und Kritik

Eine Schule in Herne hat für ihre muslimischen Schülerinnen 20 Burkinis angeschafft. Das sorgt für Irritationen auf politischer Seite.

Burkini

Nach der Anschaffung von Burkinis für den Unterricht bekommt ein Gymnasium sowohl Lob wie Kritik (Symbolbild)

Picture Alliance

Ein Gymnasium in Herne im Ruhrgebiet hat 20 Burkinis für den Schwimmunterricht angeschafft. Wie die "WAZ" berichtet, sollen die den ganzen Körper bedeckenden und figurumhüllenden Badeanzüge kostenlos an muslimische Schülerinnen verliehen werden. Damit habe keine mehr einen Grund, aus Glaubensgründen nicht am Schwimmunterricht teilzunehmen, zitiert das Blatt den Schulleiter. Die Burkinis kosten 20 Euro pro Stück, sie werden dem Bericht nach aus Spenden und Fördermitteln finanziert.

CDU-Vizechefin hat sich verwundert über die Anschaffung und den kostenlosen Verleih der Badeanzüge gezeigt. "Damit zementiert eine Schule ein frauendiskriminierendes Rollenverständnis an einem Ort, an dem Kinder und Jugendliche gerade das Gegenteil lernen und sich frei entfalten sollten", kritisierte Klöckner. 

Fürsprache gab es dagegen vom Integrationsratsvorsitzenden Muzaffer Oruc: Schulen sollen demnach "kultursensibel" handeln. Wenn Schülerinnen dem Schwimmunterricht fernbleiben würden, sei das auch keine Integration.  

sve / DPA
Themen in diesem Artikel