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Handydaten ausgewertet: Spur im Mordfall Frauke Liebs führt nach Höxter

Wie viele Frauen hat Wilfried W. aus Höxter auf dem Gewissen? Ermittler prüfen eine Verbindung zum mysteriösen Mordfall Frauke Liebs. Offenbar gibt es neue Indizien, die den 46-Jährigen belasten.

Frauke Liebs

Frauke Liebs telefonierte noch mehrmals nach ihrem Verschwinden mit ihrer Schwester und einem Freund, bis die Anrufe ganz aufhörten

Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika sollen in ihrem Haus in Höxter-Bosseborn acht Frauen gequält und misshandelt haben, zwei starben. Der Fall wurde vor rund einem Monat bekannt und löste bundesweit Entsetzen aus. Noch immer steht die Frage im Raum: Wie viele Opfer gab es wirklich? Vor allem ungeklärte Mordfälle rücken nun in den Fokus der Ermittlungen. Dazu gehört auch der mysteriöse Fall von Frauke Liebs, die 2006 umgebracht wurde. Es gab bereits Spekulationen, dass Wilfried W. etwas mit der Tat zu tun gehabt haben könnte. Laut "Neue Westfälische" gibt es nun neue Indizien, die den 46-Jährigen belasten.

Bei den Auswertungen der Handys von Wilfried W. und Frauke Liebs soll es überraschende Übereinstimmungen gegeben haben. Peter Wüller, Verteidiger der Beschuldigten Angelika W., spricht demnach von auffälligen örtlichen Zusammenhängen.

Ermittler untersuchen Autos von Wilfried W.

"Wilfried W. war immer in der Nähe von Frauke Liebs", sagte Wüller zur "NW". Es sprächen immer mehr Indizien gegen den Tatverdächtigen. Dem Bericht zufolge geht die Polizei davon aus, dass Wilfried W. Dutzende Autos auf seinen Namen zugelassen hatte. Nun prüften die Ermittler, ob er in einem seiner Wagen möglicherweise Frauke Liebs umgebracht hat.

Frauke Liebs war im Juni 2006 nach einem Kneipenbesuch spurlos aus Paderborn verschwunden. Die 21-Jährige hatte mit Freunden in einem Irish Pub ein Fußballspiel angesehen und sich dann auf den Heimweg gemacht. Vom Irish Pub bis zu ihrer Wohnung wären es nur 15 Minuten Fußweg gewesen. Doch Frauke Liebs kam nie dort an


kis