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"STERN nachgefragt" Corona-Gurgeltests auf der Reeperbahn: Der Weg zurück ins Partyleben?


Axel Strehlitz ist eine Kiez-Größe, Klubbetreiber und Wirt. Im Podcast spricht er über die Stimmung auf der Reeperbahn, wie er mit Corona-Tests und per App Kultur wieder möglich machen will – und was das mit der Aids-Pandemie zu tun hat.

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Normalerweise gibt's auch auf der Reeperbahn im Advent einen Weihnachtsmarkt, Santa Pauli, den angeblich "geilsten Weinachtsmarkt" Hamburgs, ach was: der Republik. Aber dieses Jahr herrscht auch auf der Reeperbahn eine gespenstische Stimmung. Am Spielbudenplatz steht nur ein kleines Zelt, die "Mahnwache für den Kiez", an einem Bauzaun hängt ein Plakat: "Die Lichter gehen aus", haben die Mahnwächter darauf geschrieben.

Es gibt aber auch hier auf dem Kiez Menschen, die versuchen, unkonventionelle Auswege zu finden; die dafür sorgen wollen, dass die Lichter auf St. Pauli möglichst schnell wieder angehen. Einer davon ist Axel Strehlitz, Chef im "Klubhaus St. Pauli", einem Haus auf der Reeperbahn, das, wie der Name schon sagt, vom Keller bis zum obersten Stockwerk Theater, Klubs und sogar ein Udo-Lindenberg-Museum beherbergt. Strehlitz gehört hier zu den wichtigsten Kultur- und Gastronomiemanagern.

Feiern in der Sicherheitsblase

Deshalb ist Strehlitz jetzt auch unter die Corona-Tester gegangen. Seit ein paar Tagen stehen auch auf dem Spielbudenplatz zwei blaue Container. In diesen Containern sollen ab nächster Woche Corona-Tests durchgeführt werden, PCR-Tests. Diese Tests kosten nur (Achtung!) 24,95 Euro, also knapp 25 Euro. Binnen 24 Stunden sollen Testpersonen ihr Ergebnis übermittelt bekommen, per App.

Die Initiatoren Axel Strehlitz (links) und Heiko Fuchs im Corona-Testcenter auf der Reeperbahn
Die Initiatoren Axel Strehlitz (links) und Heiko Fuchs im Corona-Testcenter auf der Reeperbahn
© rtn / Frank Bründel / Picture Alliance

Die Idee: Wenn wir uns testen lassen und negativ sind, behauptet Strehlitz, dann haben wir eine gewisse Zeit, in der wir nicht ansteckend sind. Diese Zeit könnten wir auch nutzen, um mit anderen, die auch negativ getestet sind, in Konzerte zu gehen, zu feiern, wie in einer Sicherheitsblase. Strehlitz sieht da einen Weg, eine Schneise, wie es gelingen kann, auch mit dem Virus möglichst normal zu leben, eben auch mit Kultur. Wie genau soll das funktionieren? Warum muss man bei Strehlitz die Abstriche ergurgeln? Warum kann er sich Wattestäbchen in Nase oder Rachen ersparen? Warum meint er, dass wir den Datenschutz in der Krise überbewerten? Und was hat das alles mit der Aids-Pandemie der 80er und 90er Jahre und den Lehren daraus zu tun?

Darüber spricht Axel Strehlitz in der neuen Folge von "nachgefragt", dem stern-Podcast, mit Host Florian Güßgen. Das Gespräch hören Sie hier im Podcast.

stern

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