Meeressäuger
Wal verfängt sich vor Ostseeküste in Fischernetz

An der Ostseeküste wurde wieder ein Wal gesichtet. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa
An der Ostseeküste wurde wieder ein Wal gesichtet. (Symbolbild) Foto
© Jens Büttner/dpa
Rettungseinsatz in der Ostsee: Ein rund zehn Meter langer Wal kommt aus einem Netz frei – doch eine Leine bleibt. Ist das Tier ein alter Bekannter?

Vor der Ostseeküste bei Steinbeck im Landkreis Nordwestmecklenburg hat sich ein rund zehn Meter langer Wal in einem Fischernetz verfangen. Eine Passantin hatte das Tier am Dienstagnachmittag entdeckt und die Behörden alarmiert, woraufhin die Wasserschutzpolizei Wismar ausrückte, wie die Beamten mitteilten.

Ein Fischer, der bemerkte, dass sich der Wal in seinem Netz verfangen hatte, holte dieses ein. "Dabei wurde das Netz durchtrennt und der Wal konnte sich seewärts bewegen", hieß es in der Mitteilung der Beamten. Das Polizeiboot begleitete das Tier demnach rund 35 Minuten lang. 

Allerdings hat sich eine Leine um den Walkörper verfangen. Die Behörden vermuten, dass es sich um denselben Wal handelt, der bereits am 3. März im Hafenbereich Wismar gesichtet worden war. Die Leine könnte sich bereits vor mehreren Tagen an dem Wal verfangen haben. 

Das Meereskundemuseum Stralsund, die Verkehrszentrale Travemünde sowie die Besatzung des Umweltschutzschiffs "Triton" von Sea Shepherd wurden eingebunden. Eine Gefährdung der Schifffahrt bestehe derzeit nicht, hieß es.

dpa