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"STERN nachgefragt" "Die Böden zerfallen wie Asche" – wie Klimawandel und Trockenheit die Landwirtschaft herausfordern


Wieder so ein heißer, trockener Sommer. Was ist die richtige Reaktion auf den Klimawandel und fehlenden Regen? Ein Landwirt sagt: Gülle, Glyphosat und Gentechnik. 

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Der Sommer ist wieder besonders heiß und besonders trocken, die Ernte unterdurchschnittlich, und in einem Ort in Niedersachsen ist sogar die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. "Durch die Trockenheit wird das Ackern immer schwieriger", sagt Landwirt Heiko Terno. "Die Böden, die leichten Böden, zerfallen wie Asche und die ein bisschen besseren Böden, die werden knochenhart und sind schwer zu bearbeiten."

Deutschland ist ein wasserreiches Land, aber selbst hier beginnt der Kampf ums Wasser. Umweltministerin Svenja Schulze will demnächst sogar eine "National Wasserstrategie" vorlegen, die klären soll, wer zuerst versorgt wird, wenn das Wasser ernsthaft knapp wird, und wer als Zweites und wer als Drittes. Die Verbraucher stehen auf der Liste ganz oben, klar. Aber wer kommt dann? Die Industrie? Die Landwirte?

Wie auf den Klimawandel reagieren?

Im stern-Podcast "Nachgefragt" spricht Host Florian Güßgen mit dem Landwirt Heiko Terno über die Trockenheit, den Klimawandel – und mögliche Reaktionen von Bauern und Politik. In Brandenburg leitet Terno das AWO Reha-Gut Kemlitz, er ist aber auch Vizepräsident des Landesbauernverbandes Brandenburg. Terno setzt auf Pflanzen, die weniger Wasser brauchen, auf Luzerne etwa, aber auch auf die aus seiner Sicht hilfreiche Wirkung von Gülle und auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat – und auf die grüne Gentechnik.

All das ist hoch umstritten. Von staatlichen Subventionen will Terno die Bauern aber beim Umgang mit der Trockenheit nicht abhängig machen – und empfiehlt ein ganz anderes Mittel.


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