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Giftige Raupen Hamburg: Warnung vor Eichenprozessionsspinner in Hamburg

Eichenprozessionsspinner im Hamburger Stadtpark.
Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können allergische Hautreaktionen, Augenreizungen, Husten, Halsschmerzen und Fieber auslösen (Symbolbild)
© marnag / Getty Images
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Norddeutschland immer weiter aus. Auch im Hamburger Stadtpark und Umgebung wurde die giftige Raupe gesichtet. Das Bezirksamt spricht eine ausdrückliche Warnung aus.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de

Mit ihm ist nicht zu spaßen: Der Eichenprozessionsspinner. Auch in diesem Sommer ist die giftige Raupe in Hamburg auf dem Vormarsch und wurde unter anderem im Hamburger Stadtpark und der näheren Umgebung gesichtet. Die Brennhaare dieses Schädlings können allergische Hautreaktionen, Augenreizungen, Husten, Halsschmerzen und Fieber auslösen. Das Bezirksamt Nord warnt ausdrücklich mit Hinweisschildern im Stadtpark.

Stadtpark Hamburg: Giftige Härchen der Raupe lösen Hautausschläge aus

Bisher wurde der Eichenprozessionsspinner noch in relativ geringer Zahl gesichtet, dennoch warnt das Bezirksamt Nord schon jetzt ausdrücklich vor den giftigen Härchen der Raupe. Die Raupen tragen ca. 600.000 giftige Brennhaare pro Tier. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Ein kleiner Windstoß genügt, um die feinen Härchen abzubrechen und bis zu hundert Meter durch die Luft zu transportieren.

Bei der Berührung der Haut kommt es durch das Gift der Haare zu Hautausschlägen mit Juckreiz. Kommen die Härchen mit dem Auge in Kontakt, kann das Gift sogar schmerzhafte Bindehautentzündungen auslösen. Werden sie eingeatmet, reizen sie den Rachen und die Atemwege – dies kann zu Luftnot führen.

Raupe weiter auf dem Vormarsch

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Norddeutschland immer weiter aus. Der Klimawandel mit milden Wintern und warmen Frühjahren schafft gute Lebensbedingungen für die Schmetterlingsart, die eigentlich aus Südeuropa stammt. Sie bevorzugen als Wirt die Eiche und fügen durch ihren Appetit dem Baum ernsthafte Schäden zu.

Eichenprozessionsspinner

Ab Ende April/Anfang Mai schlüpfen die Raupen der Nachtfalter, fressen das frische Laub und ab Ende Mai gehen sie auf Wanderschaft, um die typisch gespinstartigen Nester zu bauen. Nach der Verpuppung schlüpfen die graubraunen Schmetterlinge. Auch wenn sich die Raupen Ende August bereits gehäutet und zu harmlosen Faltern geworden sind, bleiben Millionen der Haare in den Nestern zurück.

RTL.de/fst

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