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Anwärter auf Darwin-Award?: Taxifahrer stirbt bei dem Versuch, ein Selfie mit einem verwundeten Bären zu schießen

In Indien ist ein Mann durch einen Bärenangriff ums Leben gekommen. Er wollte ein Selfie mit dem Tier machen. Seine Mitfahrer hielten ihrerseits mit dem Handy drauf, statt zu einzugreifen. Hilfe kam dagegen von eher unerwarteter Seite. 

Ein Bär überquert eine Straße in einem indischen Nationalpark (Symbolbild). Im Bundesstaat Odisha kam ein Mann bei dem Versuch ums Leben, ein Selfie mit einem der wilden Tiere schießen.

Ein Bär überquert eine Straße in einem indischen Nationalpark (Symbolbild). Im Bundesstaat Odisha kam ein Mann bei dem Versuch ums Leben, ein Selfie mit einem der wilden Tiere schießen.

Picture Alliance

Im indischen Bundesstaat Odisha ist ein Taxifahrer bei dem Versuch ums Leben gekommen, ein Selfie mit einem Bären zu schießen. Wie die Zeitung "Hindustan Times" berichtet, war der Mann mit einigen Fahrgästen auf dem Rückweg von einer Hochzeit. Nicht weit von einem Wald entfernt hielt er an, um sich zu erleichtern, schreibt das Blatt. Dabei entdeckte der Mann offenbar einen verletzten Bären und hatte dann die zweifelhafte Idee, ein Selfie mit dem Tier aufzunehmen.

Seine Mitfahrer versuchten ihn offenbar noch davon abzubringen und warnten ihn vor der – eigentlich offensichtlichen – Gefahr seines Vorhabens. Ohne Erfolg. Als er dem Tier zu nah kam, ging der Bär auf ihn los und zerfleischte den unglücklichen Taxifahrer, berichtet die Zeitung. Der Mann sei noch am Ort des Geschehens an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Die Mitfahrer filmten mit ihren Smartphones, statt zu helfen

Die nächste Dienststelle des Forstamtes liegt rund zehn Kilometer von der Angriffsstelle entfernt. Mitarbeiter des Amtes bargen die Leiche des Mannes nach Informationen der "Times", nachdem sie den Bären betäubt hatten. Die Mitfahrer des Getöteten hätten dagegen mit ihren Smartphones Filmaufnahmen von dem Angriff gemacht, statt ihrem Fahrer zu helfen. Tatsächlich waren im Nachhinein sogar Aufnahmen des Vorfalls im Internet auffindbar. Lediglich ein streunender Hund hätte den Kampf mit dem Bären aufgenommen, so die Ranger. Aber er hätte es nicht geschafft, den Unglücklichen aus den Klauen des Bären zu befreien.

Die Familie des Getöteten erhielt nach dem Vorfall von der Behörde 30.000 Rand, rund 2000 Euro, zur Deckung der Beerdigungskosten. Die Verletzungen des Bären werden ebenfalls behandelt. Nach Informationen der Zeitung ist das Unglück bereits der dritte Vorfall in Odisha in diesem Jahr, bei dem ein Mensch bei dem Versuch ums Leben gekommen ist, ein Selfie mit einem wilden Tier zu schießen. 

So traurig der Vorfall ist - der unglückliche Taxifahrer dürfte mit seiner Aktion gute Chancen auf einen Darwin-Award haben. Mit dem sarkastischen Preis werden regelmäßig Menschen "ausgezeichnet", die durch auffallend dummes Verhalten ums Leben kommen: 

Sarkastischer Negativ-Preis: "Ich habe meinen Hoden abgeschnitten - bekomme ich einen Darwin-Award?"
rös
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?