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Düsseldorf: Rätsel um gruselige Kinderpuppen ist gelöst

Das Rätsel um die gruseligen Düsseldorfer Kinderpuppen ist gelöst und überraschend einfach: Sie wurden während eines Umzugs ausgemistet und einfach vor die Tür gestellt.

In Düsseldorf tauchen seit Tagen immer wieder Kinderpuppen auf und verunsichern die Menschen

In Düsseldorf tauchen seit Tagen immer wieder Kinderpuppen auf und verunsichern die Menschen

Düsseldorf gruselte sich tagelang vor mysteriösen kindergroßen Puppen. Bundesweit rätselte man, woher die Figuren kommen und warum sie aufgestellt wurden. Eine Kunstinstallation? Oder eine Aktion der Polizei, um auf verkehrsberuhigte Straßen aufmerksam zu machen?

Alles falsch!

Elena Kozakiewicz meldet sich bei Bild zu Wort und klärt die Situation auf. Die 45-jährige hatte zwei Puppen - ein Junge und ein Mädchen - nach einem Umzug ausgemistet und wollte die Deko-Figuren nach acht gemeinsamen Jahren auf den Speermüll entsorgen. "Zu schade", dachte ihr Sohn Ciprian und schlug vor, die beiden Puppen einfach vor die Tür zu stellen, damit ein anderer sie mitnehmen und sich vielleicht noch daran erfreuen könnte.

Passanten transportieren Puppe von Ort zu Ort

So wurde es gemacht. Die Beiden stellen die Puppen vor's Haus. Was dann passiert, können die Puppenbesitzer immer noch nicht fassen. Am nächsten Tag entdecken sie die ersten Meldungen und Fotos im Internet. "Plötzlich war unsere Puppe überall, wurde als 'gruselig' bezeichnet.", so Ciprian Kozakiewicz zu Bild.

Die Familie geht wieder vor die Haustür, und sieht, dass der Puppen-Junge verschwunden ist. Er taucht die kommenden fünf Tage überall in der Stadt wieder auf. Mal verlassen an einen Baum gelehnt oder an einer Straßenlaterne oder einer Parkbank. Auch auf einem Friedhof und in einer Parklücke soll die Figur gelegen haben. Passanten hatten die Puppe bewegt, sie von einem zum anderen Ort transportiert.

Positiver Nebeneffekt

Irgendwann werden Familie Kozakiewicz die Spekulationen um die Beweggründe der "Aktion" zu wild. "Leute behaupten, das seien ihre Puppen oder ein Kunstprojekt. Dabei wollten wir doch nur jemandem eine Freude machen und bestimmt niemanden gruseln", so Ciprian Kozakiewicz.

Etwas Positives habe die Aktion trotzdem gehabt: Seitdem die Puppen am Straßenrand gestanden haben, würden die Autos dort langsamer fahren. Bei vier anliegenden Schulen eine gute Sache.

Die Familie nahm das Puppenmädchen wieder mit in die Wohnung und möchte jetzt am liebsten auch den Puppenjungen wieder zurück. Damit das Pärchen wieder zusammen ist und alles wieder seine Ordnung hat.

grete