VG-Wort Pixel

Maskenmann-Prozess Landgericht Frankfurt lehnt Anträge der Verteidigung ab


Weil in einem Bericht von einem möglichen weiteren Verdächtigen die Rede ist, will der Verteidiger von "Maskenmann" Mario K. eine neue Beweisaufnahme erreichen. Das Gericht lehnte dies jedoch ab.

Im "Maskenmann"-Prozess hat das Landgericht Frankfurt (Oder) den Antrag der Verteidigung auf eine erneute Beweisaufnahme abgelehnt. Das Gericht wies am Freitag alle Anträge zurück, die sich auf die mögliche Täterschaft eines Ex-Polizisten bezogen. Es existierten keine Hinweise, die einen Tatverdacht nahelegten, sagte der Vorsitzende Richter Matthias Fuchs.

Zuvor hatte der Verteidiger des Angeklagten beantragt, erneut in die Beweisaufnahme einzutreten. Er hatte die Vernehmung weiterer Zeugen sowie eine DNA-Analyse von einem Ex-Polizisten gefordert. Hintergrund war ein Bericht des "Tagesspiegels", wonach der Verdacht gegen diesen vorschnell zu den Akten gelegt worden sein soll.

Lebenslange Haft gefordert

Die Staatsanwaltschaft hat lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Sie ist überzeugt, dass der frühere Dachdecker Mario K. aus Berlin in den Jahren 2011 und 2012 drei Mal Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen und bei einem der Vorfälle einen Manager entführt haben soll, um Lösegeld zu erpressen. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte bestreitet die Taten. Ihm werden unter anderem versuchter Mord und versuchter Totschlag vorgeworfen.

mod/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker