Mount Cook Nur ein Bergsteiger überlebte das Schnee-Drama


Es war ein dramatische Rettungsaktion - mit nur teilweise glücklichem Ausgang: Fast eine Woche lang waren zwei japanische Bergsteiger auf dem höchsten Berg Neuseelands im Schneesturm gefangen. Einer der Männer konnte jetzt mit dem Helikopter vom Mount Cook lebend geborgen werden, sein Begleiter aber war in der bitteren Kälte erfroren.

Einer der beiden japanischen Bergsteiger, die seit einer Woche in schwerem Sturm auf dem Mount Cook festsaßen, dem mit 3754 Metern höchsten Berg Neuseelands, ist tot. Sein Kamerad wurde am frühen Freitagmorgen von einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht, wie die Polizei am Mount Cook mitteilte. Der Gerettete sei "schwach, aber er kann laufen", sagte ein Polizeisprecher. Der Helikopter war nach der Rettung sofort zurückgeflogen, um auch den zweiten Mann zu holen, einen 49 Jahre alten Bergführer. Es konnte aber nur noch seine Leiche geborgen werden.

Das schlechte Wetter hatte alle früheren Rettungsversuche vereitelt. Polizeisprecher Dave Gaskin sagte dem Sender Radio New Zealand, der Hubschrauber sei sofort wieder losgeflogen, als sich der Sturm gegen Morgen etwas abschwächte. Dabei sei der erste Bergsteiger gefunden worden. Der 51-Jährige sei an einem Seil hängend in Sicherheit geflogen worden.

Überlebenspaket übersehen

Die beiden Japaner aus Tokio hatten ihre Tour am 26. November bei bestem Wetter begonnen, waren dann aber in den Sturm geraten. Freunde der beiden alarmierten die Behörden, als die Männer nicht wie geplant am vergangenen Samstag in das Dorf am Mount Cook zurückkehrten. Bei einem ersten Erkundungsflug stellte eine Hubschrauberbesatzung fest, dass die Bergsteiger in einem Zelt Schutz gesucht hatten. Einer der Männer hatte aus dem Zelt gesehen und gewinkt. Offenbar hatte er aber nicht bemerkt, dass aus dem Hubschrauber auch ein Überlebenspaket mit Lebensmitteln, Decken und einem Funkgerät abgeworfen worden war.

In der letzten Nacht am Berg war das Zelt vom Schneesturm weggerissen worden. Die beiden Männer waren deshalb ohne Schutz dem Wetter ausgesetzt. Möglicherweise sei der 49-jährige Bergführer schon in der Nacht gestorben.

DPA DPA

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