HOME

Mount Everest erklommen: Brite löst 88 Jahre altes Versprechen ein

Der Brite Kenton Cool hat ein 88 Jahre altes Versprechen eingelöst. Er brachte eine Goldmedaille auf den Gipfel des Mount Everest. Die Medaille wurde an eine Everest-Expedition verliehen, die nie den Gipfel erreichte.

Mit einer olympischen Goldmedaille aus dem Jahr 1924 hat der Brite Kenton Cool am Freitag den Mount Everest bestiegen und damit ein 88 Jahre altes Versprechen eingelöst. Die Medaille wurde bei den Winterspielen 1924 einem Teilnehmer einer britischen Mount-Everest-Expedition verliehen, die mit der Erstbesteigung gescheitert war, wie es auf Cools Internetseite heißt.

Die Expedition hatte 1922 versucht, den höchsten Berg der Welt zu besteigen, musste aber 500 Meter vor dem Gipfel umkehren. Zwei Jahre später erhielten die 13 Teilnehmer für ihre Leistungen im Alpinismus insgesamt 21 Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen. Einer der Bergsteiger, der Offizier Edward Strutt, hatte bei der Verleihung versprochen, dass eine der Goldmedaillen eines Tages den 8848 Meter hohen Gipfel erreichen werde.

Dieses Versprechen konnte der 38-Jährige Kenton Cool am Freitag einlösen. Die Medaille, die es zum Gipfel geschafft hat, hat Cool nach eigenen Angaben vom Enkel von George Mallory bekommen, der ebenfalls an der Expedition teilgenommen hatte.

Mehr als 30 Jahre nach der missglückten Mission wurde der Mount Everest schließlich erstmals von Menschen erklommen. Der Neuseeländer Edmund Hillary und der nepalesische Bergführer Tenzing Norgay erreichten am 29. Mai 1953 den Gipfel. Seitdem schafften es bisher knapp 4000 Menschen auf den höchsten Berg der Welt. Mehr als 200 Menschen überlebten den Aufstieg nicht. Allein vergangene Woche starben fünf Menschen beim Versuch der Gipfelbesteigung, darunter zwei Deutsche.

ono/AFP / AFP
Themen in diesem Artikel