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Öffentlichkeitsarbeit 2.0: Berliner Polizei twittert im Minutentakt

Ob Rollator-Diebstahl, eine Taube, die nicht fressen will, oder ein Exhibitionist im Park: Die Berliner Polizei twittert seit Freitag im Minutentakt über jeden Einsatz - und wirbt um Nachwuchs.

Von Katharina Gipp

Mit "Streitigkeiten zwischen Badegästen. #Tegel#24hBerlin" startete die Berliner Polizei am Freitagabend einen Twitter-Marathon. Seither setzt sie zu jedem Einsatz einen Tweet ab - 24 Stunden lang.

Ob Diebstahl, Ruhestörung oder Schlägerei: Welcher Art die Einsätze sind, ist nicht entscheidend. Die Berliner Beamten twittern im Minutentakt.

Was als Aktion gedacht war, um Nachwuchs zu werben und einen Einblick in Alltag der Polizei zu gewähren, erfreut sich im Netz großer Beliebtheit. Die Followerzahl ist von rund 700 auf mittlerweile 16.300 gestiegen.

Das liegt nicht zuletzt auch an den teils sehr zotigen Geschichten.

Die Followerschaft beteiligt sich eifrig am Geschehen, retweetet und stellt Fragen. Das Twitter-Team der Polizei hat alle Hände voll zu tun, ihre neugewonnenen Fans auf dem neuesten Stand der Dinge zu halten. "Wir hatten gut zu tun die ganze Nacht und mussten ständig am Ball bleiben", sagte Oliver Klau vom Medienteam der Polizei.

Die Polizei zeigt aber auch, dass sie manchmal einfach überfragt ist. Ein Zwinkersmiley sagt alles.

Bis Samstagabend 19 Uhr wird eifrig weitergetwittert. Danach geht es wieder zurück zum Normalbetrieb.

(mit DPA)
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