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Öffentlichkeitsarbeit 2.0: Berliner Polizei twittert im Minutentakt

Ob Rollator-Diebstahl, eine Taube, die nicht fressen will, oder ein Exhibitionist im Park: Die Berliner Polizei twittert seit Freitag im Minutentakt über jeden Einsatz - und wirbt um Nachwuchs.

Von Katharina Gipp

Mit "Streitigkeiten zwischen Badegästen. #Tegel#24hBerlin" startete die Berliner Polizei am Freitagabend einen Twitter-Marathon. Seither setzt sie zu jedem Einsatz einen Tweet ab - 24 Stunden lang.

Ob Diebstahl, Ruhestörung oder Schlägerei: Welcher Art die Einsätze sind, ist nicht entscheidend. Die Berliner Beamten twittern im Minutentakt.

Was als Aktion gedacht war, um Nachwuchs zu werben und einen Einblick in Alltag der Polizei zu gewähren, erfreut sich im Netz großer Beliebtheit. Die Followerzahl ist von rund 700 auf mittlerweile 16.300 gestiegen.

Das liegt nicht zuletzt auch an den teils sehr zotigen Geschichten.

Die Followerschaft beteiligt sich eifrig am Geschehen, retweetet und stellt Fragen. Das Twitter-Team der Polizei hat alle Hände voll zu tun, ihre neugewonnenen Fans auf dem neuesten Stand der Dinge zu halten. "Wir hatten gut zu tun die ganze Nacht und mussten ständig am Ball bleiben", sagte Oliver Klau vom Medienteam der Polizei.

Die Polizei zeigt aber auch, dass sie manchmal einfach überfragt ist. Ein Zwinkersmiley sagt alles.

Bis Samstagabend 19 Uhr wird eifrig weitergetwittert. Danach geht es wieder zurück zum Normalbetrieb.

(mit DPA)
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?