HOME

Rettung verlief nicht erfolgreich: Grindwale stranden erneut vor Neuseeland

Es ist ein Wettlauf gegen die Ebbe und die Zeit: Helfern gelang es am Dienstagmorgen, 39 Wale zurück ins Meer zu bugsieren. Doch nun haben sich die Tiere erneut verirrt.

Freiwillige Helfer haben unterstützt von der Flut am Dienstagmorgen 39 vor der Küste Neuseelands gestrandete Grindwale in tieferes Wasser bugsiert. Doch nun haben sich die Wale erneut ans Land verirrt. "Sie haben sich nicht schnell genug in die richtige Richtung bewegt", sagte Kimberly Muncaster von der Tierschutzorganisation "Project Jonah" der Tageszeitung "Nelson Mail". Für die Tiere sei es sehr schwer, wieder zurück ins sichere tiefe Wasser zu gelangen.

"Wir werden verzweifelt versuchen, sie bis zum Einbruch der Dunkelheit am Leben zu erhalten", sagte Muncaster. Die Helfer hoffen nun, dass die Wale sich mit der nächsten Flut freischwimmen können. Von den insgesamt 99 am Montag auf der Landzunge Farewell Spit gestrandeten Grindwalen waren bis Dienstag 34 verendet. 26 Tiere hatten sich aus eigener Kraft freigeschwommen.

Gründe für das Stranden von Walen sind unklar

Farewell Spit liegt im Norden der neuseeländischen Südinsel. Nach Medienangaben ist es bereits das dritte Mal in diesem Sommer, dass Wale in dieser Region der Küste stranden. Zuletzt waren Anfang des Monats 25 Grindwale an der gleichen Stelle gestrandet - 18 von ihnen überlebten mit Hilfe von Umweltschützern und schwammen wieder in das offene Meer hinaus.

Wissenschaftler sind sich im Unklaren über die Gründe für das Stranden von Walen. Sie vermuten, dass die Tiere in flachem Gewässer Orientierungsprobleme haben oder dass sich ein krankes Tier auf dem Weg zum Strand zu einer Art Leitwal entwickelt, dem die anderen dann folgen.

kave/DPA/AFP / DPA
Themen in diesem Artikel