Schießereien In Kopenhagen tobt ein Bandenkrieg


Schießereien und Drogenhandel: In der dänischen Hauptstadt kämpfen die "Hells Angels" und junge Kriminelle um die Vorherrschaft im Haschischverkauf. In der Nacht zum Montag forderte die Fehde ein neues Opfer.

In Kopenhagen starb in der Nacht zum Montag ein 30-jähriger Mann nach einer Schießerei. Nach Polizeiangaben stürmten zwei maskierte Männer ein Café im Stadtteil Amager und feuerten aus Pistolen mehr als zehn Schüsse ab.

Zwei weitere Männer und eine Frau wurden schwer verletzt. Der Überfall war bereits der siebte Mordanschlag mit Schusswaffen auf der Straße oder in Cafés und Geschäften seit Jahresbeginn. Am Freitag war ein 32-jähriger Passant durch Schüsse in den Rücken im Stadtteil Nørrebro schwer verletzt worden. Am Donnerstag starb ein 25-jähriger Iraker ebenfalls in Nørrebro nach zehn bis zwölf Schüssen. Die Polizei sprach von einer "regelrechten Hinrichtung".

Die Vorfälle stehen im Zusammenhang mit einem Bandenkrieg zwischen der Rockergruppe "Hells Angels" und kriminellen Gruppen junger Männer aus dem Einwanderermilieu. Grund für die Auseinandersetzungen sind Machtkämpfe um illegale Einnahmequellen wie den Handel mit Haschisch.

Die Polizei zählte seit vergangenen August 17 derartiger Überfälle. Fast immer konnten die Täter fliehen. Kopenhagens Polizeichefin Hanne Bech Hansen will die Polizei der dänischen Hauptstadt nun mit Beamten aus anderen Landesteilen verstärken.

DPA DPA

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