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Serienmörder: "Green-River-Killer" zu lebenslänglich verurteilt

Gary Ridgway, der Morde an 48 Frauen gestanden hat, ist im US-Staat Washington zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Ein 54-jähriger Mann im US-Staat Washington, der Morde an 48 Frauen gestanden hat, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gary Ridgway entschuldigte sich vor Gericht unter Tränen bei den Angehörigen seiner Opfer und bei seiner Familie. "Es tut mir Leid, all diese jungen Frauen getötet zu haben", sagte der Mann, der seit 1982 vor allem Prostituierte und Ausreißerinnen erdrosselte und einige Leichen am Green-River-Fluss nahe der Stadt Seattle versteckte.

Konfrontation mit Angehörigen

Dutzende Freunde und Verwandte der Opfer kamen vor Gericht zu Wort. Viele nutzten die Gelegenheit, Trauer und ihren Hass auf den so genannten Green-River-Killer, Amerikas schlimmsten Serienmörder, zu zeigen. Ridgway war im Dezember 2001 festgenommen und wegen Mordes an sieben Frauen angeklagt worden. Er bekannt sich zunächst als nicht schuldig.

Hass auf Prostituierte

Im vergangenen Frühjahr bot ihm die Staatsanwaltschaft einen "Deal" an. Im Gegenzug für sein Schuldbekenntnis, dass Ridgway im November ablegte, blieb ihm die Todesstrafe erspart. Der Autolackierer gab vor Gericht als Mordmotiv an, dass er Prostituierte hasste, sie nicht für ihre Dienste bezahlen wollte und sich sicher wägte, nicht erwischt zu werden, weil niemand die Opfer vermissen würde. "Ich habe so viele Frauen umgebracht, dass ich sie nicht mehr auseinander halten kann", sagte Ridgway im November.

DPA
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