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Sex-Clip der Stadtwerke: So erotisch wirbt Oberhausen für Straßenbahn-Ausbau

"Sex geht immer", sagen sich die Verantwortlichen der Stadtwerke Oberhausen - und werben mit einem explizit erotischen Clip für den Ausbau einer Straßenbahnlinie. Ob das Filmchen die Bürger überzeugt?

"Reibungsloser Verkehr": Stadtwerke werben mit Sexclip für Straßenbahn

Ein junges Paar beim leidenschaftlichen Liebesspiel. Was wäre in dieser Situation wohl der größte anzunehmende Stimmungskiller? Genau: Ein Fahrkartenkontrolleur taucht im Zimmer auf. Er unterbricht die beiden mit den Worten: "Endstation. Alles aussteigen."

So passiert es in dem Spot "Reibungsloser Verkehr", mit dem die Stadtwerke Oberhausen (Stoag) für den Ausbau der Straßenbahnlinie 105 werben. Bisher fährt die 105 nur bis an die Essener Stadtgrenze, die Linie ins Zentrum der Nachbarschaft fährt erst in drei Kilometern Entfernung ab. Diesen untragbaren Zustand will die Stoag ändern.

Das Ziel: "Reibungsloser Verkehr"

Auf der Info-Seite zum umstrittenen Ausbau heißt es: "Die Verkehrsbedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern enden nicht an Stadtgrenzen." Allerdings soll das Projekt rund 80 Millionen Euro kosten. 90 Prozent davon tragen Bund und Länder, den Rest muss die Stadt Oberhausen selbst aufbringen, zuzüglich jährlicher Betriebskosten von 30 Millionen Euro.

Mit dem Sex-Clip sollen die Bürger der Ruhrgebietsstadt nun für das Thema sensibiliert werden. Laut Angaben der Stoag ist die Resonanz bisher durchaus positiv. Wie die Bevölkerung aber wirklich über den Ausbau denkt, entscheidet sich erst in ein paar Wochen: beim Rathausbürgerentscheid am 8. März.

tim