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Sex-Skandal in Italien: Prostituierte wirft Berlusconi Betrug vor

Neue pikante Enthüllungen über Silvio Berlusconi: Die ehemalige Gespielin des italienischen Ministerpräsidenten hat ihre Memoiren veröffentlicht. Darin erhebt sie schwere Anschuldigungen gegen Berlusconi.

Die Prostituierte eines Sex-Skandals rund um Silvio Berlusconi hat in einem Buch schwere Anschuldigungen gegen den italienischen Ministerpräsidenten erhoben. Berlusconi habe sie betrogen, schreibt Patrizia d'Addario in ihren am Dienstag veröffentlichten Memoiren "Gradisca Presidente" (Zu Ihren Diensten, Präsident). Zudem sei sie seit Bekanntwerden des Skandals gezielt eingeschüchtert worden und fühle sich bedroht. Sogar ihre Wohnung sei geplündert worden.

D'Addario hatte einen Skandal in Italien ausgelöst, als sie von einer Nacht mit Berlusconi in dessen römischer Residenz berichtete. Als Beweis führte sie eine Tonbandaufnahme aus jener Nacht an. Der 73-jährige Regierungschef bestreitet, d'Addario bezahlt zu haben. Das erklärt nun auch die Edel-Prostituierte. Allerdings soll ihr Berlusconi Hilfe bei der Eröffnung eines Hotels in ihrem Heimatort zugesagt haben. "Ich habe ihm meinen Körper gegeben, er (gab mir) nichts", schreibt d'Addario.

Zuletzt habe sie "merkwürdige" Drohungen erhalten, berichtet d'Addario weiter. "Ich habe jetzt wirklich Angst." Ihre Wohnung sei von Unbekannten geplündert worden. Diese hätten sogar Unterwäsche, BHs, Schuhe und ihre Tagebücher mitgenommen. Berlusconis Frau Veronica Lario hat sich im Frühjahr wegen dessen Vorliebe für junge Frauen von dem Medienunternehmer getrennt und will sich scheiden lassen.

AP / AP
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