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Sex-Skandal in Italien: Prostituierte wirft Berlusconi Betrug vor

Neue pikante Enthüllungen über Silvio Berlusconi: Die ehemalige Gespielin des italienischen Ministerpräsidenten hat ihre Memoiren veröffentlicht. Darin erhebt sie schwere Anschuldigungen gegen Berlusconi.

Die Prostituierte eines Sex-Skandals rund um Silvio Berlusconi hat in einem Buch schwere Anschuldigungen gegen den italienischen Ministerpräsidenten erhoben. Berlusconi habe sie betrogen, schreibt Patrizia d'Addario in ihren am Dienstag veröffentlichten Memoiren "Gradisca Presidente" (Zu Ihren Diensten, Präsident). Zudem sei sie seit Bekanntwerden des Skandals gezielt eingeschüchtert worden und fühle sich bedroht. Sogar ihre Wohnung sei geplündert worden.

D'Addario hatte einen Skandal in Italien ausgelöst, als sie von einer Nacht mit Berlusconi in dessen römischer Residenz berichtete. Als Beweis führte sie eine Tonbandaufnahme aus jener Nacht an. Der 73-jährige Regierungschef bestreitet, d'Addario bezahlt zu haben. Das erklärt nun auch die Edel-Prostituierte. Allerdings soll ihr Berlusconi Hilfe bei der Eröffnung eines Hotels in ihrem Heimatort zugesagt haben. "Ich habe ihm meinen Körper gegeben, er (gab mir) nichts", schreibt d'Addario.

Zuletzt habe sie "merkwürdige" Drohungen erhalten, berichtet d'Addario weiter. "Ich habe jetzt wirklich Angst." Ihre Wohnung sei von Unbekannten geplündert worden. Diese hätten sogar Unterwäsche, BHs, Schuhe und ihre Tagebücher mitgenommen. Berlusconis Frau Veronica Lario hat sich im Frühjahr wegen dessen Vorliebe für junge Frauen von dem Medienunternehmer getrennt und will sich scheiden lassen.

AP / AP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?