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Singapur Die tierische Sammelwut eines Asiaten kommt ihn teuer zu stehen

Tarantel-Sammelwut in Singapur
Das weibliche Exemplar einer schwarzbäuchigen Tarantel (Symbolfoto)
© R. Koenig / Blickwinkel / Picture Alliance
Fellige Beine und schwarze Augen sammelten sich zu Hunderten in der Wohnung eines Mannes aus Singapur. 98 Taranteln nannte er sein Eigen, jetzt sind sie ihm vom Staat entzogen worden. Hinzu kommt eine saftige Geldstrafe.

Während die meisten Menschen angewiedert die Nase rümpfen, sollte sich eine Spinne in ihr Heim verirren, kann ein Liebhaber aus Singapur nicht genug Gesellschaft von den beinreichen Tierchen bekommen. Wegen nicht weniger als 98 Taranteln in seiner
Wohnung muss er eine empfindliche Geldstrafe zahlen: Umgerechnet fast 6000 Euro gehen wegen illegalen Besitzes und Handels mit Tieren an die Staatskasse, wie der Zoll des südostasiatischen Stadtstaats am Donnerstag mitteilte.

Keine Tarantel-Haustiere in Singapur

Der Mann war bei einer Grenzkontrolle aufgefallen, weil er auf der Rückbank seines Autos in einer Plastikdose sechs Taranteln dabei hatte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Beamten dann noch 92 andere Exemplare. In Singapur ist es nicht erlaubt, solche Spinnen als Haustiere zu halten. Die Taranteln sind jetzt in der Obhut eines Zoos.

Der Biss einer Tarantel ist für Menschen in der Regel nicht gefährlich. Ihr Gift wirkt - trotz der Redensart "wie von einer Tarantel gestochen" - verhältnismäßig schwach. Manche Tarantel-Arten sind durch das internationale Artenschutz-Abkommen geschützt.

sve DPA

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