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"Phantom von Heilbronn": Ermittler täuschten monatelang die Öffentlichkeit

Um eine der größten Ermittlungspannen in der deutschen Kriminalgeschichte zu vertuschen, haben baden-württembergische Polizeichefs monatelang die Öffentlichkeit und den Stuttgarter Landtag getäuscht. Das ergaben neue Recherchen des stern im "Phantom"-Fall.

Im Fall des "Phantoms von Heilbronn", einer wegen Mordes an einer jungen Polizistin gesuchten unbekannten Frau, habe es schon im Dezember 2008 und Anfang 2009 drei an verschiedenen Tatorten gesicherte DNA-Spuren gegeben, die mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht vom "Phantom" stammen konnten. Die Existenz dieser Spuren, schreibt der stern, habe die Polizei jedoch unter der Decke gehalten. Auf einer Pressekonferenz am 11. Februar dieses Jahres behaupteten dagegen Klaus Hiller, Chef des Landeskriminalamtes (LKA) Baden-Württemberg, und Landespolizeipräsident Erwin Hetger, das Netz um die angebliche Schwerverbrecherin ziehe sich immer enger zusammen.

Als der stern am 25. März dieses Jahres über stern.de meldete, dass es das "Phantom" gar nicht gibt und die DNA-Spuren an mindestens 40 Tatorten von schon vorher verunreinigten Wattestäbchen stammten, erklärten dagegen Hiller und der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech, man habe bereits seit einem Jahr erhebliche Zweifel an der Existenz des "Phantoms" gehabt. "Das ,Phantom'", zitiert das Magazin jetzt Stuttgarter Landtagsabgeordnete, "sollte offenbar so lange wie nur irgend möglich weiterexistieren." Zwei Tage nach der stern.de-Meldung hatte der LKA-Chef dann verkündet: "Wir haben eine Frau gesucht, und wir haben eine Frau gefunden." In einem bayerischen Medizinalbetrieb - ein Wattestäbchen-Zulieferer der Firma Greiner Bio-One, von der die verunreinigten Tupfer stammen sollen - hatten mehrere Mitarbeiterinnen und Ex-Mitarbeiterinnen freiwillig Speichelproben abgegeben, deren DNA-Muster mit dem des "Phantoms" abgeglichen worden waren. "Zum Persönlichkeitsschutz der Betroffenen", so wird Hiller vom stern zitiert, seien diese Proben anonymisiert ausgewertet worden. Ergebnis: "Ein Rückschluss ... auf konkrete Personen ist uns nicht möglich."

Dennoch waren Ermittler in Österreich, die ebenfalls "Phantom"-Spuren nachgegangen waren, Ende März laut stern von deutscher Seite informiert worden, dass es sich um eine 71-Jährige handele, deren DNA-Profil angeblich mit dem des "Phantoms" identisch sei. Die Frau sei seitdem "am Boden zerstört", schreibt das Magazin, und vorübergehend sogar in eine Klinik eingeliefert worden.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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