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Kriminalität: Bauer verfüttert Toten an Schweine

Ein Landwirt aus Nordhessen hat den Tod eines 73-jährigen Bekannten ein Jahr lang verschwiegen, die Leiche tiefgefroren und anschließend an seine Schweine verfüttert. So konnte er dessen Rente weiter kassieren.

Der Landwirt aus Nordhessen, der einen toten Bekannten an seine Schweine verfütterte, ist am Freitag wegen Mordverdachts festgenommen worden. Der 30-Jährige sei in Untersuchungshaft gekommen, weil er im Verdacht steht, seine Mutter heimtückisch im Schlaf erwürgt zu haben, teilte die Polizei mit. Ob er außerdem seinen Vater und den später an die Schweine verfütterten Rentner getötet habe, wird mit Hochdruck geprüft. Die verstorbenen Eltern waren exhumiert worden, weil nach Bekanntwerden des Falls mit den Schweinen Anfang März Zweifel an ihrem natürlichen Tod laut geworden waren.

Scheinbegräbnis mit Urne

Weil er die Rente eines 73-Jährigen weiterhin kassieren wollte, hatte der Landwirt aus Fritzlar den Tod seines Bekannten ein Jahr lang verschwiegen, die Leiche tiefgefroren und größtenteils verfüttert. Als sich Nachfragen nach dem Rentner häuften, hatte er zuerst erklärt, der alte Mann sei in ein Pflegeheim gekommen. Danach hätte er zum Schein eine Beerdigung mit einer Urne inszeniert, die er mit Blumenerde gefüllt hatte. Weil es keine Sterbeurkunde gab, flog der Schwindel jedoch auf.

Die Eltern des Landwirts waren in den Jahren 2000 und 2004 gestorben. Der Vater des Bauern war nach bisherigen Erkenntnissen bei einem landwirtschaftlichen Unfall ums Leben gekommen, bei der Mutter war zunächst von einem natürlichen Tod nach einer Krankheit ausgegangen worden.

DPA / DPA
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