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stern-Umfrage: Der Papst-Fanclub schrumpft

Die Anfangseuphorie ist verflogen: Knapp drei Jahre nach der Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum Papst ist nur noch jeder zweite Deutsche mit Benedikt XVI. zufrieden. Nur die erzkatholischen Bayern ticken anders.

Nur noch jeder zweite Bundesbürger, genau 51 Prozent der Befragten, ist mit Papst Benedikt XVI. zufrieden. Zehn Prozent der Deutschen beurteilen nach einer Umfrage für den stern die Arbeit des knapp drei Jahre amtierenden Oberhauptes der katholischen Kirche als "sehr gut", 41 Prozent geben ihr die Note "gut". Vor einem Jahr hatten sich noch 70 Prozent mit Benedikts Arbeit zufrieden geäußert (20 Prozent "sehr gut", 50 Prozent "gut"). Unzufrieden sind der aktuellen Umfrage zufolge 16 Prozent (10 Prozent "weniger gut", 6 Prozent "schlecht").

Anders bei den befragten Christen: Mit überwältigender Mehrheit (76 Prozent) zufrieden mit der Arbeit von Benedikt XVI. sind die deutschen Katholiken: 20 Prozent finden, er übe sein Amt "sehr gut" aus, 56 Prozent meinen, er mache es "gut". (8 Prozent: "weniger gut", 4 Prozent: "schlecht"). Nicht ganz so gut kommt der Papst bei den Mitgliedern der Evangelischen Kirche an: Nur 7 Prozent von ihnen bescheinigen ihm ein "sehr gut", 43 Prozent ein "gut". 11 Prozent gaben ihm ein "weniger gut", 6 Prozent der Protestanten bezeichnen seine Arbeit als "schlecht".

Der allgemein verflogenen Euphorie zum Trotz, bleibt aber der Zustrom der Papst-Fans nach Rom ungebrochen: Allein zum anstehenden Osterfest werden rund 13.000 deutsche Pilger erwartet. Mittlerweile stellen sie die größte ausländische Pilgertruppe.

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