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Er erschoss einen Finanzbeamten: Diese Briefe schrieb Olaf L. aus dem Gefängnis

Steuerberater Olaf L. hat in Rendsburg einen Finanzbeamten erschossen. Nun ist er wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Während der U-Haft schrieb er dem stern aus dem Gefängnis.

Von Kerstin Herrnkind

Die Schrift von Olaf L. hat etwas Angestrengtes. Seine Buchstaben sind klein, stehen dicht gedrängt, so als müsse er Papier sparen. Selbst jetzt, im Gefängnis, legt er Wert auf seine akademischen Titel. "Diplom-Kaufmann" setzt er im Briefkopf über seinen Namen. "Wirtschaftsprüfer und Steuerberater a.D." darunter. Seine Adresse: Justizvollzugsanstalt Lübeck. Der ehemalige Steuerberater hat im September des vergangenen Jahres im Finanzamt Rendsburg einen Beamten erschossen.

Das Landgericht Kiel hat ihn heute zu lebenslanger Haft verurteilt. Während des Prozesses schrieb Olaf L. regelmäßig an den Stern. "Ich gehe davon aus, dass die Wahrheit mit Sicherheit ans Licht kommen wird, spätestens in Strafhaft, sobald ich offiziell Bücher schreiben und diese veröffentlichten darf", heißt es in einem seiner letzten Briefe. Sie sind Zeugnis eines Mannes, der keine Reue zu kennen scheint.

Es war kurz vor zehn Uhr, als der Steuerberater Olaf L. am 1. September in seinem Rollstuhl über den hell gefliesten Flur des Finanzamtes Rendsburg fuhr. Seit einem Sturz ist Olaf L. auf den Rollstuhl angewiesen, kann nur noch wenige Schritte gehen. Außerdem leidet er unter Morbus Bechterew, einer schmerzhaften Krankheit, bei der Gelenke und Wirbelsäule versteifen. Dichte Regenwolken hingen an diesem Montagmorgen über der kleinen Stadt am Nord-Ostsee-Kanal. Im Finanzamt, einem grauen Kastenbau aus den Siebzigern mit niedrigen Decken und langen, düsteren Gängen, war Olaf L. mit Wolfgang Bartram verabredet - zu einem "Klimagespräch", wie es im Behördenjargon heißt, über das weitere Miteinander.

"Ich kann mich an die Tat nicht mehr erinnern"

Die Finanzbeamten in Rendsburg stöhnten, wenn sie nur den Namen von Olaf L. hörten. Der Steuerberater war "berüchtigt" - als einer, der wegen jedes Cents Einspruch einlegte und seitenlange Beschwerdebriefe schrieb. Die Steuerbescheide seiner Klienten gingen deshalb alle über den Tisch von Abteilungsleiter Wolfgang Bartram. Persönlich begegnet waren sich die Männer jedoch nie.

Plötzlich, um 9.57 Uhr, nur einen Moment nachdem Wolfgang Bartram Olaf L. in sein Büro gebeten hatte, hörten die Finanzbeamten nebenan drei Schüsse durch die geschlossene Zimmertür. "Hilfe", schrie Wolfgang Bartram. "Helft mir." Dann war es still. Die Kollegen rannten zu dem Büro, stießen die Tür auf. Wolfgang Bartram lag neben seinem Schreibtisch. Olaf L. saß im Rollstuhl, hielt seine Pistole in der Hand. "Raus hier. Holt die Kriminalpolizei", kommandierte er die Finanzbeamten.

"Er wirkte ziemlich entspannt", wird sich später im Prozess einer der Beamten erinnern. Drei Mal hat Olaf L. laut Anklage "ohne Vorwarnung" auf Wolfgang Bartram geschossen. Der 57-Jährige starb kurz darauf im Krankenhaus. Im Gerichtssaal quält sich Olaf L. aus seinem Rollstuhl hoch. Er ist ein großer, schwerer Mann, dem der Bluthochdruck die Röte ins Gesicht treibt. Er hat ein Foto von seinem Hund "Carlos" vor sich auf den Tisch gelegt. Und die Bibel. "Ich bin nur ein Mensch und nur begrenzt belastbar", sagt Olaf L. mit bebender Stimme. "Ich habe diesen Mann offenbar erschossen, doch ich kann mich an die Tat nicht mehr erinnern." Olaf L. weint, sackt zurück in seinen Rollstuhl.

Olaf L. päppelt Eichhörnchenbabys auf

In seinen Briefen aus der U-Haft darf Olaf L. nichts über die Tat und seine Motive schreiben, wohl aber über sein Leben davor. Er beschreibt, wie er mit seiner Frau vier Eichhörnchenbabies rettete. "Die Mutter hat die Kleinen, die noch blind waren, nicht wieder aufgesammelt. Wir besorgten uns eine Infrarotlampe und hielten die kleinen Tiere warm." Selbst nachts sei er aufgestanden, um die Eichhörnchen alle zwei Stunden zu füttern. Trotzdem habe nur ein Junges überlebt - "Findelkind Max".

Noch heute schmücken Fotos von Olaf L. und seinem Findelkind sein Profil bei "Stayfriends" im Internet. Das Eichhörnchen sitzt auf dem Kopf des Steuerberaters und turnt auf seinem Unterarm herum. "Nach 7 bis 10 Wochen nahmen wir die Voliere mit auf die Terrasse und ließen die Tür auf", schreibt Olaf L. weiter. "In den ersten Tagen kam Max abends immer wieder freiwillig in die Voliere zurück. Irgendwann blieb er weg. Ich hoffe, er lebt noch."

"Er war ein Spinner, ein Außenseiter"

Was ist das für ein Mensch, der verwaiste Eichhörnchenbabys aufpäppelt. Und drei Jahre später einen wehrlosen Menschen erschießt? Die Spurensuche außerhalb des Gerichtssaals führt nach Rendsburg, wo Olaf L. aufwuchs. Sein Elternhaus, eine kleine, weiß getünchte Jugendstilvilla mit spitzen Giebeln, steht schon lange leer. Seine Eltern führten ein kleines Lebensmittelgeschäft. Bis ein Supermarkt in die Nachbarschaft zog und sich der kleine Tante-Emma-Laden nicht mehr lohnte. Der Vater fand einen neuen Job als Lagerist in einem Autohaus. "Mein Vater war mein bester Freund", schreibt Olaf L. aus dem Gefängnis. "Er war sehr liebevoll, aber gleichzeitig sehr hart in meiner Erziehung. Wenn irgendwelche Menschen etwas von ihm wollten, hat er ihre Bitten fast immer sofort erfüllt. Ich selbst musste mir alles erarbeiten."

Schon als Kind wurde Olaf L. häufig von Rückenschmerzen geplagt. Mit elf Jahren, ungewöhnlich früh, stellten die Ärzte bei ihm Morbus Bechterew fest. Gelenke und Wirbelsäule fingen an zu verknöchern. Das war nicht nur schmerzhaft. Olaf L. wurde ungelenk, konnte sich immer schlechter bewegen. Trotzdem schaffte er es aufs Gymnasium. Mitschüler erinnern sich an den "großen, schlaksigen Typen in karierten, viel zu weiten Wollpullis". Sie ahnten nichts von seiner Krankheit, spürten nur, dass Olaf L. "irgendwie anders" war. "Er war ein Spinner, ein Außenseiter, einfach unsympathisch", sagt ein ehemaliger Schulkamerad. "Lieber tot als sein wie L.", hätten sie damals gelästert.

Überall machte er sich unbeliebt

Nach dem Abitur ging Olaf L. in die Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Auch hier fiel er auf. "Er wollte sich nichts sagen lassen, spielte sich schon als Lehrling auf", erinnert sich eine ehemalige Kollegin. Dieses "Aufspielen" zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Olaf L. Vielleicht versuchte er, seine Krankheit wettzumachen und besonders gut zu sein. Doch seine Mitmenschen erlebten ihn als "notorischen Besserwisser". Überall, wo er auftauchte, machte er sich unbeliebt.

Nach der Ausbildung studierte Olaf L. in Kiel Betriebswirtschaftslehre. Er trat in die CDU ein und arbeitete nach dem Diplom bei verschiedenen Firmen. Nirgendwo blieb er lange. Die Unternehmen hätten ihn ausgenutzt, behauptet Olaf L. Sie hätten nur die Zuschüsse für ihn als Behinderten eingestrichen. "Wenn die Förderung auslief, stand ich wieder auf der Straße." Tatsächlich drücken sich viele Firmen davor, Behinderte einzustellen.

Weil er keine Anstellung fand, beschloss Olaf L., sich als Steuerberater selbstständig zu machen. Er ließ sich in Fockbek, einer kleinen Gemeinde mit rund 6000 Einwohnern in Schleswig-Holstein, nieder. In einer alten, reetdachgedeckten Kate mit Kopfsteinpflaster vor dem Haus, eröffnete er sein Büro. "Huus de Stüerhelper" stand in Plattdeutsch auf dem Schild neben den Rhododendronbüschen am Eingang. Olaf L. bildete sich zum vereidigten Buchprüfer weiter und schaffte 2004 das Examen zum Wirtschaftsprüfer.

Olaf L. spielte gerne Theater

In seiner Freizeit spielte Olaf L. Theater. Er war inzwischen verheiratet, hatte seine Frau, eine Requisiteurin, bei einer Premierenfeier kennengelernt. Mehrmals pro Woche fuhr der Steuerberater abends nach Rendsburg und probte mit Laienschauspielern plattdeutsche Stücke ein. Mit einer Statur von 1,95 Meter und über 100 Kilo war er prädestiniert für die Rolle des Bösewichts. In dem Stück "Spektakel bi Chrischan" polterte er 2004 mit einer Axt bewaffnet über die Bühne und mimte einen Querulanten. "Olaf L. scheint die Rolle des pöbelnden Familienoberhaupts auf den Leib geschneidert", lobte die Presse. Fast gespenstisch: Sein Kontrahent damals auf der Bühne war - wie Jahre später im richtigen Leben - ein Finanzbeamter.

Seine Kanzlei lief nur mäßig. Bei den Jägern hoffte der Steuerberater auf neue Mandanten. 2006 bestand er das "grüne Abitur", den Jagdschein. Doch auch bei den Waidmännern machte sich Olaf L. schnell unbeliebt. "Er führte immer das große Wort, wusste alles besser. Keiner wollte ihn zur Jagd einladen", erzählt ein Jäger dem stern. Obwohl Olaf L. deshalb nur selten auf die Pirsch gehen konnte, meldete er zwischen 2006 und 2009 sechs Gewehre und eine Pistole beim Landkreis Rendsburg-Eckernförde an, darunter die Beretta, mit der er Jahre später Wolfgang Bartram erschoss.

Gesundheitlich schwer angeschlagen

Sonntags saß er oft mit seinem Vater am See und angelte. "Wir sprachen über Gott und die Welt. Wenn ich etwas von meinem Vater gelernt habe, dann, dass man jeden Menschen, egal welcher Rasse oder Glaubens so respektieren muss, wie er ist, dass man ihn nicht kränken darf", schreibt Olaf L. aus der Haft. In dem Angelverein, in dem er schon als Kind Mitglied wurde, war Olaf L. als Erwachsener nicht mehr gern gesehen. "Er steckte voller Aggressionen", sagt ein Vereinsmitglied zum stern. "Wenn Jugendliche am See saßen und angelten, hat er seinen Hund ins Wasser gescheucht, um die Fische zu verjagen." Als Olaf L. eigenmächtig versuchte, mit dem Briefpapier des Vereins, einen See zu pachten, ohne dass die Angler davon wussten, schmissen sie ihn wegen "vereinsschädigendem Verhaltens" raus.

Zu dieser Zeit war Olaf L. gesundheitlich schon schwer angeschlagen. Er litt inzwischen auch unter Diabetes, ging vom Bechterew gebeugt. Es fiel ihm zunehmend schwerer, seine Mandanten zu betreuen. Als er im Februar 2010 Akten aus seinem Auto lud, rutschte er aus. Ein dreifacher Bänderriss und ein Wirbelbruch waren vermutlich die Folge. Der Rechtsstreit mit der Berufsge-nossenschaft darüber, welche Verletzung vom Sturz herrührte und als Berufsunfall anzuerkennen war, zog sich über Jahre hin. Und war noch nicht entschieden, als Olaf L. den Finanzbeamten erschoss. Der Steuerberater verbitterte zusehends.

Finanzielle Lage immer prekärer

Nach dem Unfall saß Olaf L. im Rollstuhl, konnte nur noch wenige Schritte gehen. Er hatte sich von dem Sturz noch nicht erholt, da fiel er, vier Monate später, im Juni 2010, ein zweites Mal hin, diesmal im Büro. Wieder war er krank, konnte sich nicht um Mandanten kümmern. Seine finanzielle Lage wurde immer prekärer. Ein lukrativer Nebenjob musste her. Als 2013 in Fockbek die Bürgermeisterwahl anstand, schlug Olaf L. seiner eigenen Partei, der CDU, vor, ihn als Kandidaten zu nominieren. "Ich selbst sah in einer Kandidatur die Möglichkeit einer eventuellen Einkommensverbesserung und bei Durchfallen dann wenigstens die Steigerung des eigenen Bekanntheitsgrades", erläutert er seine Motive in einem Brief.

Doch die CDU habe ihm "monatelang" nicht mal geantwortet. Tatsächlich war der Steuerberater auch in seiner eigenen Partei nicht wohl gelitten. "Er wollte immer ein Amt, egal welches. War aber als Nervensäge und notorischer Besserwisser verschrien", erzählt ein Christdemokrat. Beleidigt trat Olaf L. nach fast 30 Jahren aus der CDU aus, gründete einen FDP-Ortsverband und kandidierte als Bürgermeister. "Entschlossen. Vernünftig. Klar.", charakterisierte er sich auf Wahlplakaten. Als "Krüppel" habe er im Rollstuhl auf Stimmenfang gehen müssen, klagt Olaf L. in seinen Briefen. Die Wahl im November 2013 wurde für ihn zum Fiasko. Er bekam 58 von 2.822 Stimmen. "Er war ein poltriger Typ, der nicht mit Menschen umgehen konnte", erklärt der jetzige Bürgermeister Holger Diehr den Misserfolg seines Gegenkandidaten.

Private Probleme häuften sich

Keine zwei Wochen nach seiner Wahlschlappe diente sich der Steuerberater dem bekannten FDP-Politiker Wolfgang Kubicki als Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters in Kiel an. "Warum probiert Ihr es nicht einmal mit mir? Ich halte mich für durchaus befähigt, den Posten vernünftig zu erledigen." Kubicki lehnte höflich ab. Wie eine weitere Empfehlung schicke Olaf L. Kubicki nun Kopien der Leserbriefe, die er regelmäßig schrieb. Er wetterte gegen den Mindestlohn ("grundfalsch") und gegen die Frauenquote ("entspricht nicht unserer Verfassung"). Die Zeitung druckte die Briefe bald nicht mehr ab. Im Gemeinderat hatte Olaf L. zwar einen Sitz, aber nichts zu melden. "Er wirkte verbittert, weil er nicht so konnte, wie er wollte", erinnert sich ein Ratsmitglied.

Auch privat ging es Ende 2013 mehr und mehr bergab. Sein Vater starb. In der Ehe von Olaf L. kriselte es. Finanziell stand der Steuerberater inzwischen kurz vor dem Ruin. Er hatte mehr als 20 Konten bei verschiedenen Banken, aber kaum Guthaben. Am Ende war Olaf L. so blank, dass er nicht einmal mehr die 75 Euro für den Mitgliedsbeitrag der Jägerschaft zahlen konnte. Die Waidmänner schmissen ihn raus. Seine Waffen durfte Olaf L. trotzdem behalten. Im April 2013 war er das letzte Mal überprüft worden. Das heißt, die Behörde hatte gecheckt, ob er straffällig geworden war. Da das nicht der Fall gewesen war, war sein Jagdschein bis 2016 verlängert worden.

Mandanten wenden sich von ihm ab

Seine Mandanten liefen ihm davon. Olaf L. glaubte, das Finanzamt Rendsburg würde dahinter stecken. Aber stimmt das wirklich? "Ich habe ihm das Mandant entzogen, weil es mir peinlich war, dass er sich wegen jeder Kleinigkeit mit dem Finanzamt anlegte", sagt der Lehrer Bernd T. zum stern. Doch Olaf L. war offenbar nicht in der Lage, eigene Fehler einzugestehen. Er glaubte, die Beamten hätten seine Mandanten gewarnt, sich weiter von ihm vertreten lassen. Das schrieb er auch dem Finanzamt.

Zehn Tage vor der Tat, am 22. August, reichte es Abteilungsleiter Wolfgang Bartram. "Ich habe meinen Mitarbeitern geraten, Ihre Spitzen und Beschimpfungen zu ignorieren und sich auf den Sachverhalt zu konzentrieren", schrieb er dem Steuerberater. Um die Sache aus der Welt zu schaffen, bot Bartram Olaf L. das "Klimagespräch" an. Sein Todesurteil.

Olaf L. schoss an jenem Morgen auf einen Mann, der eine Eigenschaft besaß, die ihm fehlte: Soziale Kompetenz. Und diese Eigenschaft bescherte Wolfgang Bartram alles, was Olaf L. gern erreicht hätte, aber nicht bekam: Beruflichen Erfolg. Beliebtheit. Gehör in der Kommunalpolitik. Wolfang Bartram war seit über 40 Jahren Finanzbeamter, hatte sich nach der Mittleren Reife für den gehobenen Dienst qualifiziert und sich zum Abteilungsleiter hoch gearbeitet. Wenn er morgens ins Büro kam, begrüßte er seine Kollegen mit Handschlag. Über zehn Jahre lang war Bartram in seinem Heimatort stellvertretender Bürgermeister gewesen. Er überlegte, früher in Ruhestand zu gehen. Seine Frau, auch Finanzbeamtin, war schon pensioniert.

Olaf L. sieht sich als Opfer

Olaf L. macht es den Zuhörern im Landgericht schwer, Verständnis für ihn zu aufzubringen. Er sieht sich als Opfer. Er habe vor der Tat "nicht geschlafen, etwa 20 Tabletten geschluckt und unglücklicherweise auch noch ein Glas Whiskey gekippt", sagt er. Die Pistole habe er nur „in seiner Hosentasche vergessen“. Olaf L. empört sich über die Behandlung durch die Polizei nach der Festnahme. "Ich wurde aus dem Rollstuhl gerissen und auf den Boden geworfen", jammert er.

Erst als sein Hausarzt vernommen wird, bekommen die Zuhörer eine Ahnung davon, dass das Leben für Olaf L. im wahrsten Sinne des Wortes ein einziger Schmerz war. Und zwar vermutlich seit seinem elften Lebensjahr, als der Bechterew diagnostiziert wurde. Immer stärker wurden die Schmerzmittel. Seine Diabetes war "schwer einzustellen". Er hatte Herz- und Magenprobleme, musste mehrfach an den Knien operiert werden. Fast beiläufig erwähnt der Arzt, dass Olaf L. als Patient nicht einfach war, weil er unter einer "Persönlichkeitsstörung" litt.

Der psychiatrische Gutachter kann allerdings keine Persönlichkeitsstörung bei Olaf L. feststellen und hält ihn für voll schuldfähig. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Steuerberater den Mord geplant hat. Dafür spricht nach Ansicht der Ermittler ein Brief, den Olaf L. vor der Tat an seine Frau geschrieben hat. "Ich werde diesem Drama ein Ende setzen. Er wird keine Chance haben davonzukommen. Der Finanzbeamte ist wirklich ein böser Mensch und hat es verdient." Der Verteidiger plädiert auf Totschlag. Doch das Gericht verurteilt den Steuerberater wegen Mordes.

Olaf L. hat aus dem Gefängnis nicht nur an den stern geschrieben. Auch der Bürgermeister von Fockbek hat Post bekommen. Olaf L. verlangt eine "Ehrengabe" für sein geleistetes Engagement im Gemeinderat. Er meint es ernst, wie er in einem letzten Brief an den stern versichert. "Meine Tat steht nicht in Zusammenhang mit meinem kommunalpolitischen Engagement". Wenn schon keinen Ehrenteller, wie sonst üblich, will er "zumindest einen Schlips mit Gemeindewappen."

18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus