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Strahlenunfall in Gronau: Mitarbeiter muss um seine Gesundheit bangen

Die Ursache für den Strahlenunfall in der Atomanlage Gronau am Donnerstag ist weiter unklar. Mitarbeiter der Atomaufsichtsbehörde hätten am Montag den Sachverhalt aufgenommen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums der Nachrichtenagentur DAPD.

Die Ursache für den Strahlenunfall in der Atomanlage Gronau am Donnerstag ist weiter unklar. Mitarbeiter der Atomaufsichtsbehörde hätten am Montag den Sachverhalt aufgenommen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums der Nachrichtenagentur DAPD. Ein erster Bericht sei erst in den nächsten Tagen zu erwarten. Der von dem Störfall betroffene Mitarbeiter sollte derweil am Nachmittag Gewissheit über mögliche Frühschäden erhalten.

Der Mann befinde sich in guter Verfassung, stehe aber weiter unter Beobachtung, sagte der Sprecher der Uniklinik Münster, Stefan Dreising. Bei ersten Untersuchungen waren Spuren von Uran in seinem Urin nachgewiesen worden. Eine Strahlung geht von dem Arbeiter nach Angaben seiner Ärzte jedoch nicht aus. Um die aufgenommenen Substanzen schneller ausscheiden zu können, erhielt er Infusionen und musste viel trinken.

Bei dem Strahlenunfall wurde am Donnerstagnachmittag in einem Gebäude der Uranaufbereitungsanlage Uranhexafluorid freigesetzt. Laut dem Betreiber Urenco sollte ein als "leer und gewaschen" angelieferter Uranbehälter von einem Mitarbeiter für eine Druckprüfung vorbereitet werden. Dabei kam es aus noch ungeklärter Ursache zur Freisetzung des radioaktiven Stoffes.

Der Mitarbeiter wurde am Arm, an den Beinen und an den Füßen kontaminiert und erlitt einen Schock. Behandelt wird der Mann derzeit auf der Station für Nuklearmedizin der Uniklinik Münster.

APN / APN
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