Südtirol Deutsche Touristin zum zweiten Mal binnen weniger Stunden vermisst

Gröden in Südtirol
Gröden in Südtirol: Hier wird eine deutsche Touristin erneut vermisst
© Fani Kurti / Getty Images
Mit großem Aufwand konnte eine vermisste deutsche Touristin in Südtirol Anfang der Woche gefunden werden. Jetzt läuft die Suche neu an: Von der Frau fehlt erneut jede Spur.

Eine 64 Jahre alte Frau wurde Anfang der Woche in Südtirol vermisst: Die Deutsche war von einer Wanderung in den Dolomiten nicht zurückgekehrt, Bekannte alarmierten die Rettungskräfte. Tatsächlich konnten diese die Touristin finden.

Innerhalb weniger Stunden wiederholt sich das Geschehen allerdings: Seit dem Mittwochmorgen ist die Frau wieder verschwunden, wie die Feuerwehr in Gröden bestätigt. Ein Feuerwehrsprecher sagte "T-Online", sie sei mit einer Gruppe von Freunden spazieren gegangen und habe sich auf dem Weg von der Gruppe getrennt, um noch einkaufen zu gehen. Seitdem ist die 64-Jährige nicht mehr aufzufinden, eine Suchaktion läuft. 60 Menschen und sechs Suchhunde sollen beteiligt sein.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise. Das letzte Lebenszeichen der Frau ist den Angaben zufolge die Aufnahme einer Überwachungskamera im Ort St. Christina, der rund drei Kilometer von Wolkenstein liegt, wo die Freundesgruppe ihr Urlaubsquartier hat.

Südtirol: Deutsche Touristin überlebte eine Nacht im Wald

Bei ihrem ersten Verschwinden hatte die Frau eine Nacht allein im Wald verbringen müssen – bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. 105 Einsatzkräfte, vier Suchhunde und zwei Drohnen suchten die ganze Nacht lang nach ihr. Am Ende gab die Ortung ihres Handys den entscheidenden Hinweis. Dass die Deutsche nahezu unbeschadet überlebt hat, grenzte laut Aussagen der Einsatzleitung an ein "Wunder".

Auf einen ähnlichen Ausgang hoffen die Rettungskräfte auch jetzt. Eine erste Suchaktion blieb ohne Erfolg. Ihr Telefon soll die Frau erneut bei sich tragen, offenbar ist es aber ausgeschaltet. Der Schneefall in Südtirol erschwert die Lage ebenso wie die Temperaturen, die nachts derzeit bei minus zehn Grad liegen. "Wir hoffen, dass sie noch lebt", sagte ein Feuerwehrsprecher "T-Online".

epp

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