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Sumatra: Tiger zerfleischt zwei Holzfäller

Kein Lebensraum mehr: Weil der Dschungel auf der indonesischen Insel Sumatra von Tag zu Tag schrumpft, greifen Tiger auf Nahrungssuche immer öfter Menschen an. Erneut hat ein hungriges Raubtier zwei Holzfäller angefallen und getötet.

In der Provinz Jambi auf der Insel Sumatra hat ein Tiger am Sonntag zwei Holzfäller angefallen und tot gebissen. Seit Anfang des Jahres sind damit acht Menschen durch Tigerattacken ums Leben gekommen. Unklar sei, ob es sich bei allen Angriffen um dasselbe Tier handele, berichtet Didy Wurjanto, Chef der Naturschutzbehörde von Jambi.

Umweltschützer sind der Ansicht, dass die Raubkatzen auf Nahrungssuche über Menschen herfallen, weil ihr natürlicher Lebensraum zunehmend verschwindet. In unmittelbarer Nähe der Wälder entstehen immer mehr Siedlungen, in denen illegale Holzfäller arbeiten. Mittlerweile wird die Zahl der wilden Tiger in Sumatra auf weniger als 400 geschätzt.

DPA / DPA
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