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Insel im Lockdwon Inzidenz auf Sylt bei über 1500: Betriebe machen freiwillig dicht

Die Insel Sylt während der Corona Pandemie
Spaziergänger gehen am Strand von Westerland entlang, an dem sich durch starke Sturmböen das Wasser zu hohen Wellen auftürmt
© Axel Heimken / Picture Alliance
Wegen zu vieler Corona-Ansteckungen kommt man auf Sylt mit der Nachverfolgung nicht mehr hinterher. Nun machen Gaststätten und Hotels freiwillig dicht, um noch mehr Ansteckungen zu vermeiden.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de

Sylt hat sich selbst eine Corona-Pause verordnet. Über den Jahreswechsel ist die Inzidenz auf der Insel auf ein Rekordhoch gestiegen, das zuständige Gesundheitsamt kommt mit der Kontaktverfolgung nicht mehr nach. Viele Restaurants und Hotels machen deswegen jetzt dicht – freiwillig.

Eine Weihnachtsfeier mit Folgen

476 Menschen sind auf Sylt an Corona erkrankt, weitere 572 befinden sich derzeit in Quarantäne. Laut Tourismuschef Moritz Luft gebe es aber nur milde Verläufe und kein Infizierter habe bislang ins Krankenhaus gemusst, teilt er der "Welt" mit.

Ausgangspunkt war möglicherweise eine Weihnachtsfeier in einem Sylter Nobel-Club. Im Anschluss wurden 23 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet, das dann offenbar in die Familien weiter getragen wurde und so für den bisher heftigsten Ausbruch auf der Insel sorgte. Um die Situation wieder in den Griff zu bekommen, warten die touristischen Betriebe nicht auf politische Entscheidungen, sondern handeln sofort. Wie die "Welt" berichtet, haben bereits mehr als 20 Gaststätten ihren Betrieb vorläufig eingestellt. Und auch Hotels verordnen sich mehr oder weniger freiwillig eine Corona-Pause.

Sylt: Betriebe verordnen sich selbst eine Pause

Und es werden nicht die letzten Betriebe gewesen sein, in denen auf Sylt vorerst nicht mehr die Türen geöffnet werden. Die Gründe sind dabei verschieden: Corona-Fälle im eigenen Umfeld oder ohnehin geplante Auszeiten zum Beispiel. Die spontane Corona-Pause sorge aber voraussichtlich bei keinem der Betriebe derzeit für größere Probleme, sagte der Tourismuschef Moritz Luft der "Welt". Die Zeit nach dem Jahreswechsel sei sowieso immer etwas ruhiger. Wie lange die Betriebe in ihrer selbst verordneten Pause bleiben werden, ist nicht bekannt.

ntv/mol/RTL.de

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