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Systemausfall: Stillstand am Münchner Flughafen

Ein gut zweistündiger Ausfall des Radarsystems bei der Deutschen Flugsicherung hat am Freitag zu massiven Störungen am Münchner Flughafen geführt.

Ein gut zweistündiger Ausfall des Radarsystems bei der Deutschen Flugsicherung hat am Freitag zu massiven Störungen am Münchner Flughafen geführt. Mehr als hundert Flüge mussten annulliert werden, wie die Flughafengesellschaft mitteilte. Eine ganze Reihe von Flügen verspätete sich zum Teil erheblich. Wegen der Probleme fiel auch ein deutsch-französisches Ministertreffen aus.

Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung fiel in der Münchner Kontrollzentrale von 12.45 Uhr bis 14.55 Uhr das Radarsystem aus. Die im betroffenen Luftraum fliegenden Flugzeuge seien mit einem Ersatzsystem von den Fluglotsen koordiniert worden. Für weitere Flüge sei der Luftraum gesperrt worden, so dass es im gesamten Luftverkehr zu Verspätungen gekommen sei. Betroffen gewesen sei der Luftraum über Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Trotz der Störung habe es aber keine Sicherheitsgefährdung gegeben.

Nach Angaben des Münchner Flughafens begann sich der Flugbetrieb ab dem späten Freitagnachmittag zu normalisieren. Allerdings gab es zunächst weiter Kapazitätseinschränkungen, das System sollte erst im Lauf des Freitagabends wieder seine volle Leistung erreichen. Flugreisenden wurde empfohlen, sich über die Flughafen-Website, Videotext oder telefonisch bei den Fluggesellschaften über den Status ihres Fluges zu informieren.

Ausfallen musste als Folge der Flugausfälle auch ein Treffen von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) mit der neuen französischen Kulturministerin Aurélie Filippetti in Paris. Die beiden wollten im Anschluss an ihr Treffen eigentlich gemeinsam die Veranstaltung "Berlin-Paris, ein Galerienaustausch" eröffnen.

juho/AFP / AFP